Baraka im Islam: Bedeutung, Ursachen und Beispiele

14. Juli 2019 – Al-Dirassa Institut

Vater und Kind lernen zu Hause gemeinsam den Koran

Die Baraka im Islam ist ein wichtiges Konzept im Leben eines Muslims. Häufig wird von Baraka in der Zeit, im Besitz, in der Familie, in der Nahrung, im Wissen oder in der Arbeit gesprochen. Doch was bedeutet Baraka tatsächlich?

Einfach ausgedrückt bezeichnet Baraka einen Segen, den Allah in eine Sache, einen Menschen, eine Handlung oder eine Situation legt.

Dieser Segen kann Gutes, Nutzen, Beständigkeit oder eine besondere Form der Vermehrung hervorbringen.

Baraka bedeutet jedoch nicht immer, dass etwas zahlenmäßig größer wird.

Manchmal zeigt sich Baraka darin, dass:

  • eine geringe Menge ausreicht;
  • eine kurze Zeit besonders sinnvoll genutzt wird;
  • eine Familie trotz begrenzter Mittel in Ruhe lebt;
  • Wissen den Charakter tatsächlich verändert;
  • ein kleines Einkommen viele Bedürfnisse deckt;
  • eine einfache gute Tat eine große Wirkung besitzt.

In diesem Artikel erklären wir die Bedeutung der Baraka im Islam, die Lebensbereiche, in denen sie sichtbar werden kann, die Ursachen, durch die ein Muslim Allahs Segen sucht, und die Bedeutung eines strukturierten islamischen Lernwegs für das richtige Verständnis dieses Begriffs.

Um die Grundlagen des Glaubens, der Bittgebete, des Erlaubten und Verbotenen sowie des guten Verhaltens zu wiederholen, können Sie unseren Leitfaden zum Erlernen des Islam lesen.

Das Wichtigste über Baraka im Islam

Baraka ist der Segen, den Allah in das legt, was Er einem Menschen gewährt.

Sie kann sich in der Zeit, im Geld, in der Familie, in der Nahrung, im Wissen, in den Taten, in der Gesundheit oder im gesamten Leben eines Menschen zeigen.

Die wichtigsten Punkte sind:

  • Baraka kommt allein von Allah.
  • Sie beschränkt sich nicht auf materiellen Zuwachs.
  • Sie kann eine kleine Sache besonders nützlich machen.
  • Sie kann sich in Zeit, Besitz, Familie, Gesundheit und Wissen zeigen.
  • Sie wird durch Glauben, Dankbarkeit, Halal, Taqwa und Bittgebete gesucht.
  • Sie ist weder Aberglaube noch bloßes Glück.
  • Sie garantiert kein Leben ohne Prüfungen.
  • Sie kann sich auch in Schutz, Geduld und innerer Ruhe zeigen.

Was bedeutet Baraka im Islam?

Das arabische Wort Baraka kann mit Segen übersetzt werden.

Es bezeichnet das Gute und den Nutzen, den Allah in:

  • Zeit;
  • Besitz;
  • Nahrung;
  • Familie;
  • Gesundheit;
  • Wissen;
  • Handlungen;
  • Arbeit;
  • das Leben eines Menschen legt.

Baraka ist nicht auf materielle Vermehrung beschränkt.

Ein Mensch kann ein bescheidenes Einkommen besitzen, in das Allah so viel Segen legt, dass es seine Bedürfnisse deckt und ihm ein ruhiges Leben ermöglicht.

Ein anderer Mensch kann dagegen über viel Geld verfügen. Fehlt diesem Besitz jedoch die Baraka, kann er schnell verschwinden, ständig neue Probleme verursachen oder zur Quelle von Sorge und Konflikten werden.

Baraka sollte deshalb nicht als Zufall oder gewöhnliches Glück verstanden werden.

Sie ist mit Allahs Gunst, Weisheit und Barmherzigkeit verbunden.

Baraka kommt allein von Allah

Die Quelle jeder Baraka ist Allah allein.

Kein Mensch, kein Gegenstand und keine Handlung kann unabhängig von Allah Segen verleihen.

Wenn ein Muslim um Baraka bittet, bittet er Allah darum, Gutes, Nutzen, Beständigkeit und Frieden in sein Leben zu legen.

Diese Glaubensüberzeugung schützt das Herz vor Aberglauben.

Der Islam lehrt den Gläubigen:

  • erlaubte Mittel zu ergreifen;
  • Bittgebete zu sprechen;
  • aufrichtig zu handeln;
  • Verantwortung zu übernehmen;
  • gleichzeitig auf Allah zu vertrauen.

Der Muslim kann die islamisch empfohlenen Ursachen von Baraka suchen. Doch Allah gewährt den Segen entsprechend Seinem Wissen und Seiner Weisheit.

Baraka und Rizq: Was ist der Unterschied?

Rizq bezeichnet die Versorgung, die Allah einem Menschen gewährt.

Dazu gehören unter anderem:

  • Geld;
  • Nahrung;
  • Gesundheit;
  • Familie;
  • Wissen;
  • berufliche Möglichkeiten;
  • Glaube;
  • innere Ruhe;
  • Zeit;
  • hilfreiche Beziehungen.

Baraka bezeichnet den Segen, den Allah in diesen Rizq legt.

Ein Mensch kann äußerlich viel Rizq besitzen, aber wenig Baraka darin erfahren.

Ein anderer besitzt vielleicht weniger, doch sein Rizq ist nützlich, beständig, ausreichend und mit innerer Ruhe verbunden.

Ein Beispiel:

  • Zwei Menschen können dasselbe Einkommen erhalten.
  • Der eine verwaltet es sinnvoll, erfüllt seine Pflichten und lebt in Ruhe.
  • Der andere verliert es durch Verschwendung, unerwartete Probleme oder schlechte Entscheidungen.

Die Höhe des Rizq allein zeigt daher nicht, wie viel Baraka darin liegt.

Mehr zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel über Rizq und Versorgung im Islam.

Baraka in der Zeit

Baraka in der Zeit bedeutet, dass ein Mensch seine Stunden auf eine nützliche und sinnvolle Weise verwenden kann.

Er kann beispielsweise:

  • Allah anbeten;
  • arbeiten;
  • lernen;
  • seine Familie unterstützen;
  • anderen helfen;
  • sich ausruhen;
  • wichtige Aufgaben abschließen.

Am Ende des Tages empfindet er, dass seine Zeit einen wirklichen Nutzen hatte.

Ohne Baraka kann ein Mensch dagegen viel freie Zeit besitzen und sie dennoch in Ablenkung, Aufschub, Unordnung oder zielloser Beschäftigung verlieren.

Baraka in der Zeit bedeutet nicht, ständig beschäftigt zu sein.

Auch notwendige Erholung kann gesegnet sein, wenn sie dem Menschen hilft, seine Pflichten mit neuer Kraft zu erfüllen.

Wie sucht man Baraka in seiner Zeit?

  • den Tag mit einer klaren Absicht beginnen;
  • das Gebet nicht vernachlässigen;
  • wichtige Aufgaben priorisieren;
  • unnötige Ablenkungen reduzieren;
  • regelmäßig statt nur gelegentlich lernen;
  • ausreichend schlafen;
  • Allah um Segen in der Zeit bitten.

Baraka im Rizq und im Besitz

Baraka im Besitz bedeutet nicht zwangsläufig, reich zu werden.

Sie kann sich darin zeigen, dass:

  • ein erlaubtes Einkommen ausreicht;
  • Ausgaben sinnvoll verwaltet werden;
  • der Mensch mit dem Vorhandenen zufrieden ist;
  • Geld für Gutes genutzt wird;
  • Schulden vermieden oder geordnet zurückgezahlt werden;
  • Besitz nicht zur Quelle ständiger Angst wird.

Zu den wichtigen Ursachen für Segen im Besitz gehören:

  • ein erlaubtes Einkommen;
  • Ehrlichkeit;
  • das Vermeiden von Betrug und Ungerechtigkeit;
  • das Erfüllen finanzieller Pflichten;
  • Almosen und Großzügigkeit;
  • ein maßvoller Umgang mit Geld.

Ein materieller Gewinn, der durch Verbotenes, Täuschung oder Unterdrückung erworben wurde, kann äußerlich groß erscheinen. Er besitzt jedoch nicht dieselbe Ruhe und denselben Segen wie erlaubter Besitz.

Bittgebete zum Thema Versorgung finden Sie in unserem Artikel über Duʿā für Reichtum und nützliche Versorgung im Islam.

Baraka in der Nahrung

Baraka kann sich auch in der Nahrung zeigen.

Eine einfache Mahlzeit kann ausreichend, gesund und mit Freude verbunden sein.

Zu den Verhaltensweisen, die einen bewussten Umgang mit Nahrung fördern, gehören:

  • Allah vor und nach dem Essen zu gedenken;
  • erlaubte Nahrung zu wählen;
  • Verschwendung zu vermeiden;
  • mit anderen zu teilen;
  • für die Versorgung dankbar zu sein;
  • nicht maßlos zu essen.

Baraka in der Nahrung bedeutet nicht ausschließlich, dass eine kleine Menge viele Menschen sättigt.

Sie kann auch darin bestehen, dass die Nahrung dem Körper nützt, keine unnötige Belastung verursacht und in einer Atmosphäre von Dankbarkeit und Gemeinschaft gegessen wird.

Baraka in der Familie

Baraka in der Familie kann sich durch Liebe, Barmherzigkeit, Respekt, Geduld und gegenseitige Unterstützung zeigen.

Eine Familie mit Baraka ist nicht zwingend eine Familie ohne Probleme.

Ihre Mitglieder bemühen sich jedoch darum, Schwierigkeiten mit:

  • Glauben;
  • Gerechtigkeit;
  • Geduld;
  • Beratung;
  • Vergebung;
  • gutem Verhalten zu lösen.

Eltern können Allah darum bitten, Baraka in ihre Kinder, ihre Erziehung und ihr Zuhause zu legen.

Dazu gehört, Kindern schrittweise Folgendes zu vermitteln:

  • Glauben;
  • Gebet;
  • Koran;
  • Respekt;
  • Verantwortung;
  • guten Charakter.

Baraka in der Familie kann auch darin liegen, dass Familienmitglieder trotz begrenzter Zeit füreinander da sind und Konflikte nicht dauerhaft ihre Beziehungen zerstören.

Baraka in der Ehe

In einer Ehe kann Baraka durch gegenseitigen Respekt, aufrichtige Absichten und das Erfüllen der Rechte beider Ehepartner sichtbar werden.

Dazu gehören:

  • freundliche Kommunikation;
  • Treue und Ehrlichkeit;
  • Geduld bei Meinungsverschiedenheiten;
  • finanzielle Verantwortung;
  • gemeinsame religiöse Entwicklung;
  • Schutz der Privatsphäre;
  • gegenseitige Unterstützung.

Eine gesegnete Ehe bedeutet nicht, dass nie Konflikte auftreten.

Sie bedeutet vielmehr, dass die Ehepartner Schwierigkeiten mit Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und dem Wunsch nach Versöhnung behandeln.

Baraka in den Kindern

Baraka in Kindern zeigt sich nicht nur in schulischem Erfolg oder materiellen Möglichkeiten.

Sie kann sich auch zeigen durch:

  • guten Charakter;
  • Liebe zum Gebet;
  • Respekt gegenüber den Eltern;
  • nützliches Wissen;
  • Aufrichtigkeit;
  • positive Wirkung auf andere Menschen.

Eltern suchen Baraka in ihren Kindern durch Duʿā, eine erlaubte Versorgung, gute Erziehung, persönliche Vorbilder und Geduld.

Baraka in der Gesundheit

Gesundheit ist eine große Wohltat Allahs.

Baraka in der Gesundheit kann bedeuten, dass ein Mensch seinen Körper für nützliche und erlaubte Dinge verwendet.

Er nutzt seine Kraft beispielsweise für:

  • Gebet und Anbetung;
  • Arbeit;
  • Unterstützung der Familie;
  • Hilfe für andere;
  • Lernen;
  • notwendige Erholung.

Ein gesunder Körper ohne sinnvolle Nutzung ist nicht automatisch ein Zeichen vollständiger Baraka.

Umgekehrt kann ein kranker Mensch Baraka erfahren, wenn Allah ihm Geduld, Nähe zu Ihm und großen Nutzen aus begrenzter Kraft gewährt.

Baraka im Wissen

Wissen, in das Allah Baraka legt, wirkt sich auf Herz, Verhalten und religiöse Praxis aus.

Es bleibt nicht bloß eine Sammlung von Informationen.

Gesegnetes Wissen hilft dem Menschen:

  • besser zu beten;
  • aufrichtiger zu handeln;
  • respektvoller zu sprechen;
  • zwischen Erlaubtem und Verbotenem zu unterscheiden;
  • anderen nützlich zu sein;
  • Allah bewusster anzubeten.

Ein Mensch kann wenig lernen und das Gelernte aufrichtig anwenden.

Dieses Wissen kann seine Beziehung zu Allah, seiner Familie und anderen Menschen grundlegend verbessern.

Ein anderer Mensch kann viele Bücher lesen, ohne dass sich sein Verhalten verändert.

Die Menge des Wissens allein ist daher nicht das wichtigste Zeichen von Baraka.

Wie sucht man Baraka im Wissen?

  • mit einer aufrichtigen Absicht lernen;
  • zuverlässige Quellen verwenden;
  • mit qualifizierten Lehrkräften lernen;
  • das Gelernte anwenden;
  • regelmäßig wiederholen;
  • Hochmut vermeiden;
  • nützliches Wissen verantwortungsvoll weitergeben.

Baraka in der Arbeit

Baraka in der Arbeit kann sich in verschiedener Weise zeigen.

Zum Beispiel durch:

  • ein erlaubtes Einkommen;
  • nützliche Ergebnisse;
  • ehrliche Beziehungen;
  • eine gute Nutzung der Arbeitszeit;
  • Schutz vor schädlichen Entscheidungen;
  • die Möglichkeit, andere zu unterstützen;
  • ein Gleichgewicht zwischen Beruf, Familie und Religion.

Eine berufliche Tätigkeit mit hohem Einkommen ist nicht automatisch gesegnet, wenn sie zu Verbotenem, Ungerechtigkeit oder vollständiger Vernachlässigung religiöser Pflichten führt.

Baraka in den Handlungen

Eine gesegnete Handlung kann klein, aber aufrichtig sein.

Beispiele dafür sind:

  • ein freundliches Wort;
  • ein kurzes Bittgebet;
  • eine regelmäßig wiederholte Lektion;
  • eine diskret gegebene Spende;
  • eine kleine, aber beständige Form der Anbetung;
  • eine hilfreiche Tat für einen Menschen.

Wenn Allah Baraka in eine Handlung legt, kann ihre Wirkung weit über ihre äußere Größe hinausgehen.

Der Gläubige sollte deshalb keine gute Tat gering achten.

Er bemüht sich um Aufrichtigkeit, Regelmäßigkeit und Annahme bei Allah.

Welche Ursachen führen zu Baraka?

Es gibt keine mechanische Formel, mit der ein Mensch Baraka erzwingen kann.

Islamische Lehren nennen jedoch verschiedene Ursachen, durch die der Gläubige Allahs Segen sucht.

Taqwa und Gehorsam gegenüber Allah

Taqwa bedeutet, sich Allahs bewusst zu sein, Ihm zu gehorchen und das zu vermeiden, was Ihm missfällt.

Sie gehört zu den wichtigsten Ursachen von Gutem, Schutz und Segen.

Taqwa zeigt sich unter anderem durch:

  • das Einhalten religiöser Pflichten;
  • das Vermeiden von Sünden;
  • Aufrichtigkeit;
  • gerechtes Verhalten;
  • Bewusstsein für Allah auch im Verborgenen.

Dankbarkeit

Dankbarkeit wird als Shukr bezeichnet.

Der Muslim erkennt Allahs Wohltaten, dankt Ihm dafür und verwendet sie auf eine Weise, die Ihm gefällt.

Dankbarkeit beschränkt sich nicht auf die Zunge.

Sie zeigt sich auch darin:

  • Gesundheit für das Gute zu verwenden;
  • Besitz auf erlaubte Weise auszugeben;
  • Wissen anzuwenden;
  • Zeit nicht vollständig zu verschwenden;
  • Überheblichkeit zu vermeiden.

Bittgebete

Der Muslim kann Allah um Baraka in allen Bereichen seines Lebens bitten.

Er kann um Segen bitten in:

  • Zeit;
  • Familie;
  • Besitz;
  • Wissen;
  • Arbeit;
  • Studium;
  • Gesundheit;
  • Entscheidungen;
  • religiöser Praxis.

Ein Bittgebet sollte mit Aufrichtigkeit, Demut und Vertrauen gesprochen werden.

Großzügigkeit und Sadaqa

Almosen gehören zu den edlen Ursachen von Segen.

Sadaqa reinigt das Herz von Geiz und hilft dem Gläubigen, seinen Besitz für Dinge zu verwenden, die Allah gefallen.

Großzügigkeit ist jedoch nicht ausschließlich finanziell.

Sie kann auch bestehen aus:

  • Zeit;
  • einem hilfreichen Rat;
  • praktischer Unterstützung;
  • Unterricht;
  • einem freundlichen Wort;
  • Beistand in einer schwierigen Situation.

Erlaubtes Einkommen

Das Streben nach einem erlaubten Einkommen gehört zu den wichtigen Ursachen, durch die ein Muslim Baraka sucht.

Geld, das durch Ungerechtigkeit, Betrug oder verbotene Tätigkeiten erworben wurde, kann äußerlich groß erscheinen.

Es besitzt jedoch nicht dieselbe Ruhe und denselben Segen wie erlaubter Besitz.

Aufrichtigkeit

Aufrichtigkeit bedeutet, eine Handlung in erster Linie für Allah auszuführen.

Eine kleine aufrichtige Tat kann wertvoller sein als eine große Handlung, die nur für Anerkennung oder Ansehen ausgeführt wird.

Aufrichtigkeit gehört deshalb zu den wichtigsten Grundlagen gesegneter Handlungen.

Das Pflegen familiärer Beziehungen

Der Islam misst den familiären Beziehungen eine große Bedeutung bei.

Eltern zu respektieren, Verwandte nicht grundlos abzubrechen und familiäre Pflichten zu erfüllen, gehören zu den wichtigen Formen guten Verhaltens.

Baraka in Familie und Versorgung kann mit einem verantwortungsvollen Umgang mit diesen Beziehungen verbunden sein.

Was Baraka nicht ist

Baraka darf nicht mit Aberglauben, Zufall oder einer Garantie materiellen Erfolgs verwechselt werden.

Baraka bedeutet nicht:

  • dass ein Muslim niemals geprüft wird;
  • dass jede Bitte sofort erfüllt wird;
  • dass gesegnete Menschen immer reich oder gesund sind;
  • dass bestimmte Gegenstände unabhängig Segen verleihen;
  • dass keinerlei Anstrengung notwendig ist;
  • dass Schwierigkeiten immer ein Zeichen fehlender Baraka sind.

Ein Mensch kann geprüft werden und dennoch von Allah geliebt sein.

Ein anderer kann viel besitzen, ohne dass sein Besitz gesegnet ist.

Manchmal erscheint Baraka in:

  • Geduld;
  • Schutz vor einem größeren Schaden;
  • einer wertvollen Lehre;
  • einem Herzen, das während der Prüfung mit Allah verbunden bleibt;
  • einer Schwierigkeit, die zu Reue und Veränderung führt.

Baraka bedeutet nicht, auf notwendige Mittel zu verzichten

Das Vertrauen auf Allah bedeutet nicht, Planung, Arbeit oder Verantwortung zu vernachlässigen.

Ein Muslim bittet um Baraka und ergreift gleichzeitig die erlaubten Mittel.

Wer beispielsweise Baraka im Studium sucht, sollte:

  • regelmäßig lernen;
  • Fragen stellen;
  • geeignete Lernmaterialien verwenden;
  • ausreichend schlafen;
  • das Gelernte wiederholen.

Wer Baraka im Einkommen sucht, sollte arbeiten, seine Ausgaben planen und verbotene Einnahmen vermeiden.

Duʿā und praktische Anstrengung gehören zusammen.

Wie bittet man Allah um Baraka?

Der Muslim kann Allah mit einfachen Worten darum bitten, seine Zeit, seinen Besitz, seine Familie, seine Arbeit, sein Studium und seinen Glauben zu segnen.

Er kann beispielsweise sagen:

O Allah, lege Baraka in das, was Du mir gewährt hast. Segne meine Zeit, meine Familie, meinen Besitz, mein Wissen und meine Taten und mache all dies zu einem Mittel, durch das ich Dir näherkomme.

Es ist erlaubt, Allah in der eigenen Sprache aufrichtig und demütig anzurufen.

Entscheidend ist nicht eine besonders komplizierte Formulierung, sondern die Aufrichtigkeit des Herzens.

Praktische Wege zu mehr Baraka im Alltag

  • Die Gebete regelmäßig und pünktlich verrichten.
  • Den Tag mit einer guten Absicht beginnen.
  • Erlaubtes Einkommen suchen.
  • Verschwendung vermeiden.
  • Regelmäßig Almosen geben.
  • Für vorhandene Wohltaten dankbar sein.
  • Familienbeziehungen pflegen.
  • Nützliches Wissen lernen und anwenden.
  • Allah um Baraka bitten.
  • Sünden bereuen und sich um Verbesserung bemühen.
  • Bei Entscheidungen erlaubte Mittel ergreifen und auf Allah vertrauen.

Den Islam lernen, um Baraka besser zu verstehen

Baraka ist mit zahlreichen Grundlagen des Islam verbunden:

  • Glaube an Allah;
  • Aufrichtigkeit;
  • Gebet;
  • Bittgebete;
  • Halal und Haram;
  • Dankbarkeit;
  • Almosen;
  • familiäre Rechte;
  • guter Charakter.

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Häufig gestellte Fragen zur Baraka im Islam

Was bedeutet Baraka im Islam?

Baraka ist der Segen, den Allah in eine Sache, einen Menschen, eine Zeit, eine Handlung oder eine Situation legt.

Sie bringt Gutes, Nutzen, Beständigkeit oder eine besondere Form der Vermehrung.

Bedeutet Baraka, mehr Geld zu besitzen?

Nicht unbedingt.

Baraka kann bedeuten, dass ein bescheidenes Einkommen ausreicht, sinnvoll verwendet wird und mit innerer Ruhe verbunden ist.

Wie erhält man Baraka im Rizq?

Zu den Ursachen gehören das Streben nach Halal, Dankbarkeit, Almosen, das Vermeiden von Ungerechtigkeit, das Pflegen familiärer Beziehungen, Bittgebete und Taqwa.

Ist Baraka eine Form von Glück?

Nein.

Baraka kommt von Allah und darf nicht mit Aberglauben, Glücksbringern oder unbelegten Praktiken verwechselt werden.

Kann man um Baraka in der Familie bitten?

Ja.

Ein Muslim kann Allah darum bitten, sein Zuhause, seine Kinder, seine Ehe, seine Erziehung und seine familiären Beziehungen zu segnen.

Kann eine kleine Sache viel Baraka besitzen?

Ja.

Eine geringe Menge an Geld, Zeit, Nahrung oder Wissen kann großen Nutzen bringen, wenn Allah Baraka hineinlegt.

Bedeutet eine Prüfung, dass keine Baraka vorhanden ist?

Nein.

Ein Mensch kann geprüft werden und dennoch Baraka in seiner Geduld, seinem Glauben, seiner Familie oder seinem Schutz vor größerem Schaden erfahren.

Wie erkennt man Baraka im Wissen?

Baraka im Wissen zeigt sich darin, dass das Gelernte verstanden, angewendet und für das Gute genutzt wird.

Kann man Baraka erzwingen?

Nein.

Der Muslim kann die empfohlenen Ursachen suchen, doch Allah allein gewährt Baraka entsprechend Seiner Weisheit.

Was ist der Unterschied zwischen Baraka und Rizq?

Rizq ist die Versorgung selbst. Baraka ist der Segen und Nutzen, den Allah in diese Versorgung legt.

Fazit: Baraka als Segen und dauerhafter Nutzen

Baraka im Islam bezeichnet den Segen, das Gute und den dauerhaften Nutzen, den Allah in das Leben eines Menschen legt.

Sie kann sich in der Zeit, im Besitz, in der Familie, im Wissen, in der Nahrung, in der Gesundheit, in der Arbeit und in den Handlungen zeigen.

Der Muslim sucht Baraka durch:

  • Taqwa;
  • Dankbarkeit;
  • Bittgebete;
  • Großzügigkeit;
  • erlaubtes Einkommen;
  • Aufrichtigkeit;
  • Gehorsam gegenüber Allah.

Gleichzeitig erinnert er sich daran, dass Baraka allein von Allah kommt und dass Er sie entsprechend Seiner Weisheit gewährt.

Wahre Baraka zeigt sich nicht immer in einer großen Menge. Sie kann darin bestehen, dass wenig ausreicht, Wissen den Charakter verändert, eine Familie trotz Schwierigkeiten zusammenhält oder eine kleine gute Tat eine langfristige Wirkung besitzt.

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anthonny prost

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Très bien
5/5

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Alhamdoulilah, après quelques séances seulement il y a une nette amélioration dans ma lecture du Coran.
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Silo Traore

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