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Freitagsgebet im Islam: Bedeutung, Ablauf und Regeln der Jumuʿa

15. Dezember 2024 – Al-Dirassa Institut

Gläubige versammeln sich zum Freitagsgebet in einer Moschee

Das Freitagsgebet, auf Arabisch Jumuʿa (الجُمُعَة), nimmt im religiösen Leben der Muslime eine zentrale Stellung ein.

Es ist nicht nur eine religiöse Verpflichtung für diejenigen, welche die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen. Es bietet den Muslimen zugleich jede Woche die Gelegenheit, sich Allah anzunähern, ihren Glauben zu stärken und die Beziehungen innerhalb der muslimischen Gemeinschaft zu festigen.

In diesem Artikel erklären wir ausführlich die Bedeutung und die Vorzüge des Freitagsgebets sowie die praktischen Schritte, um an dieser besonderen Form der Anbetung teilzunehmen.

Was ist das Freitagsgebet Jumuʿa?

Das Freitagsgebet ist ein besonderes Gemeinschaftsgebet, das jeden Freitag zur Zeit des Mittagsgebets, des Dhuhr-Gebets, verrichtet wird.

Im Unterschied zum gewöhnlichen Dhuhr-Gebet besteht das verpflichtende Freitagsgebet aus zwei Gebetseinheiten und wird von einer Predigt begleitet.

Vor dem Gebet hält der Imam die Khutba, also die Freitagspredigt. Darin werden religiöse, spirituelle oder gesellschaftliche Themen behandelt, um die Gläubigen zu erinnern, zu unterrichten und zum Guten zu ermutigen.

Allah sagt im Koran:

„O die ihr glaubt, wenn zum Gebet am Freitag gerufen wird, dann eilt zum Gedenken Allahs und lasst das Kaufgeschäft. Das ist besser für euch, wenn ihr wisst.“

Sure Al-Jumuʿa, 62:9

Dieser Vers zeigt die große Bedeutung des Freitagsgebets und weist die Gläubigen an, weltliche Beschäftigungen zurückzustellen, sobald zum Jumuʿa-Gebet gerufen wird.

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Für wen ist das Freitagsgebet verpflichtend?

Nach der islamischen Rechtslehre ist das Freitagsgebet grundsätzlich eine persönliche Verpflichtung für einen erwachsenen, zurechnungsfähigen, männlichen und nicht reisenden Muslim, der ohne erhebliche Schwierigkeit daran teilnehmen kann.

Von dieser Verpflichtung können unter anderem ausgenommen sein:

  • Frauen;
  • Kinder;
  • Kranke;
  • Reisende;
  • Menschen mit einer anerkannten Entschuldigung;
  • Personen, denen der Weg zur Moschee eine erhebliche Gefahr oder unzumutbare Belastung bereitet.

Frauen dürfen am Freitagsgebet teilnehmen, wenn die Bedingungen dafür gegeben sind. Wenn sie nicht daran teilnehmen, verrichten sie stattdessen das gewöhnliche Dhuhr-Gebet.

Warnung vor dem unbegründeten Versäumen der Jumuʿa

In authentischen Überlieferungen wird eindringlich davor gewarnt, das Freitagsgebet aus Nachlässigkeit und ohne gültigen Grund wiederholt zu versäumen.

„Wer drei Freitagsgebete aus Nachlässigkeit unterlässt, dessen Herz wird Allah versiegeln.“

Diese Warnung verdeutlicht, dass die regelmäßige Vernachlässigung der Jumuʿa schwerwiegende spirituelle Folgen haben kann.

Gemeint ist nicht derjenige, der aufgrund von Krankheit, Reise oder einer anderen anerkannten Entschuldigung nicht teilnehmen kann.

Die spirituellen und gemeinschaftlichen Vorzüge der Jumuʿa

Eine stärkere Verbindung zu Allah

Das Freitagsgebet bietet die Gelegenheit, die täglichen weltlichen Beschäftigungen für eine Zeit zurückzulassen und sich bewusst Allah zuzuwenden.

Der Gläubige hört die Predigt, gedenkt Allahs, verrichtet das Gemeinschaftsgebet und erneuert seine Absicht, nach den Lehren des Islam zu leben.

In einer authentischen Überlieferung wird erwähnt, dass die Zeit zwischen zwei Freitagsgebeten eine Ursache für die Vergebung kleinerer Sünden sein kann, sofern die großen Sünden gemieden werden.

Diese Vergebung sollte den Muslim nicht zur Nachlässigkeit verleiten. Sie ist vielmehr eine Ermutigung, das Freitagsgebet regelmäßig, aufrichtig und mit guter Vorbereitung zu verrichten.

Stärkung der muslimischen Gemeinschaft

Das gemeinschaftliche Freitagsgebet bringt Muslime unterschiedlicher Herkunft, Berufe und gesellschaftlicher Stellung zusammen.

Alle stehen in geordneten Reihen und wenden sich derselben Gebetsrichtung zu.

Die Jumuʿa fördert:

  • muslimische Brüderlichkeit;
  • gegenseitiges Kennenlernen;
  • Unterstützung bedürftiger Personen;
  • gemeinschaftliche Verantwortung;
  • regelmäßige Begegnungen zwischen den Gläubigen.

Besonders für Menschen, die im Alltag wenig Kontakt zu anderen Muslimen haben, kann der Freitag eine wichtige Gelegenheit zur Gemeinschaft und spirituellen Erneuerung sein.

Eine Gelegenheit zum Lernen und zur Ermahnung

Die Freitagspredigt ist eine wertvolle Quelle religiöser Unterweisung.

Sie kann Themen behandeln wie:

  • Glauben und Gottesbewusstsein;
  • Gebet und Anbetung;
  • guten Charakter;
  • Familienrechte;
  • gesellschaftliche Verantwortung;
  • aktuelle Herausforderungen der muslimischen Gemeinschaft;
  • Reue und Rückkehr zu Allah.

Die Khutba soll nicht nur Informationen vermitteln. Sie soll die Herzen erinnern und die Gläubigen dazu bewegen, das Gelernte praktisch umzusetzen.

Welche Voraussetzungen gelten für das Freitagsgebet?

Die einzelnen juristischen Voraussetzungen können je nach Rechtsschule in bestimmten Details unterschiedlich beschrieben werden.

Zu den grundlegenden Merkmalen des Jumuʿa-Gebets gehören jedoch:

  • Gemeinschaftsgebet: Das Freitagsgebet wird gemeinsam und unter Leitung eines Imams verrichtet.
  • Freitagspredigt: Vor dem Gebet werden die Khutba beziehungsweise ihre beiden Teile gehalten.
  • Gebetszeit: Das Gebet wird grundsätzlich in der Zeit des Dhuhr-Gebets verrichtet.
  • Geeigneter Versammlungsort: Die Gläubigen versammeln sich gewöhnlich in einer Moschee oder an einem dafür vorgesehenen Ort.
  • Aufmerksames Zuhören: Während der Khutba sollen die Anwesenden schweigen und aufmerksam zuhören.

Bei besonderen Situationen oder Unsicherheiten sollte eine vertrauenswürdige und qualifizierte Person vor Ort zu den geltenden Regeln befragt werden.

Praktischer Ablauf des Freitagsgebets

Eine gute Vorbereitung hilft dabei, die Jumuʿa mit Aufmerksamkeit, Ruhe und Respekt zu erleben.

Vor dem Freitagsgebet: sich körperlich und spirituell vorbereiten

  1. Ghusl verrichten

    Die Ganzkörperwaschung am Freitag gehört zu den besonders empfohlenen Handlungen.

    Sie dient der körperlichen Reinheit und der würdigen Vorbereitung auf das Gemeinschaftsgebet.

  2. Saubere und angemessene Kleidung tragen

    Der Muslim sollte nach Möglichkeit saubere Kleidung anziehen und auf ein gepflegtes Erscheinungsbild achten.

    Für Männer gehört auch die Verwendung eines angenehmen Duftes zu den empfohlenen Handlungen, sofern dadurch niemand belästigt wird.

  3. Zähne und Mund reinigen

    Die Verwendung des Miswak oder einer Zahnbürste trägt zur Sauberkeit bei und verhindert, dass andere Gläubige durch unangenehmen Geruch gestört werden.

  4. Frühzeitig zur Moschee gehen

    Das frühe Erscheinen gibt dem Gläubigen Zeit, sich zu sammeln, freiwillige Gebete zu verrichten, den Koran zu lesen und sich ohne Hast auf die Khutba vorzubereiten.

  5. Störende Gerüche vermeiden

    Wer stark riechende Speisen gegessen hat oder einen unangenehmen Körpergeruch besitzt, sollte darauf achten, die anderen Betenden nicht zu belästigen.

Beim Betreten der Moschee

Der Muslim betritt die Moschee respektvoll und möglichst mit dem rechten Fuß.

Wenn die Khutba noch nicht begonnen hat, kann er das Begrüßungsgebet der Moschee verrichten und anschließend ruhig auf das Gebet warten.

Er sollte vermeiden:

  • über die Reihen und Schultern anderer Menschen zu steigen;
  • Gläubige von ihren Plätzen zu verdrängen;
  • laut zu sprechen;
  • Menschen durch sein Telefon zu stören;
  • Unruhe in der Moschee zu verursachen.

Während der Khutba

Sobald der Imam mit der Predigt beginnt, sollen die Anwesenden aufmerksam zuhören und schweigen.

Während der Khutba sollte man insbesondere vermeiden:

  • mit anderen Personen zu sprechen;
  • Nachrichten zu lesen oder zu schreiben;
  • soziale Netzwerke zu verwenden;
  • andere zum Schweigen aufzufordern, indem man selbst spricht;
  • sich mit unnötigen Gegenständen zu beschäftigen;
  • die Konzentration anderer zu stören.

Selbst scheinbar unbedeutende Gespräche können die Belohnung des aufmerksamen Zuhörens beeinträchtigen.

Das eigentliche Jumuʿa-Gebet

Nach der Khutba wird das Gemeinschaftsgebet verrichtet.

Die verpflichtende Jumuʿa besteht aus zwei Rakʿat, die unter der Leitung des Imams gebetet werden.

Die Gläubigen folgen den Bewegungen des Imams und sollten ihm weder vorausgehen noch sich unnötig verspäten.

Was geschieht, wenn man zu spät zur Jumuʿa kommt?

Wer zu spät eintrifft, sollte die Moschee ruhig betreten und sich dem Gebet anschließen, ohne andere zu stören.

Nach verbreiteter Rechtsauffassung hat eine Person das Freitagsgebet erreicht, wenn sie mindestens eine vollständige Rakʿa gemeinsam mit dem Imam erreicht.

Wer weniger als eine Rakʿa erreicht, verrichtet anschließend das Dhuhr-Gebet mit vier Rakʿat.

Da einzelne Detailfragen je nach Rechtsschule unterschiedlich behandelt werden können, sollte bei Unsicherheit eine qualifizierte Lehrkraft oder ein Imam gefragt werden.

Empfohlene Gebete nach der Jumuʿa

Nach dem verpflichtenden Freitagsgebet können freiwillige Gebete verrichtet werden.

In den Überlieferungen werden verschiedene Formen genannt, darunter zwei oder vier Rakʿat.

Die genaue praktische Umsetzung kann entsprechend der bekannten Sunna und der erlernten Rechtsschule erfolgen.

Wichtig ist, zwischen dem verpflichtenden Jumuʿa-Gebet und den freiwilligen Gebeten davor oder danach zu unterscheiden.

Bittgebete am Freitag

Der Freitag enthält eine besondere Zeit, in der Bittgebete angenommen werden.

„Am Freitag gibt es eine Stunde, in der kein muslimischer Diener Allah um etwas Gutes bittet, ohne dass Er es ihm gewährt.“

Gelehrte haben unterschiedliche Auffassungen darüber erwähnt, wann genau diese Zeit liegt.

Zu den häufig genannten Zeiten gehören:

  • die Zeit während des Freitagsgebets;
  • die letzte Zeitspanne vor Sonnenuntergang.

Der Muslim kann den Freitag deshalb nutzen, um Allah aufrichtig um Rechtleitung, Vergebung, Versorgung, Heilung, familiären Frieden und Gutes im Diesseits und im Jenseits zu bitten.

Häufige Fehler beim Freitagsgebet

Während der Khutba sprechen

Gespräche während der Predigt widersprechen dem geforderten aufmerksamen Zuhören.

Auch unnötige Kommentare, Begrüßungen oder das Beantworten von Nachrichten sollten vermieden werden.

Das Mobiltelefon benutzen

Das Telefon sollte lautlos gestellt und während der Predigt nicht benutzt werden.

Das Lesen von Nachrichten oder das Aufnehmen unnötiger Fotos lenkt vom eigentlichen Sinn der Khutba ab.

Regelmäßig zu spät kommen

Wer wiederholt erst nach Beginn der Predigt erscheint, verliert einen wichtigen Teil der Vorbereitung, Erinnerung und möglichen Belohnung.

Muslime sollten ihre Arbeit, Fahrt und Termine nach Möglichkeit so organisieren, dass sie rechtzeitig ankommen.

Andere Gläubige beim Betreten stören

Über Menschen hinwegzusteigen, sich gewaltsam nach vorne zu drängen oder andere von ihren Plätzen zu entfernen, widerspricht dem respektvollen Verhalten in der Moschee.

Die rituelle Reinheit vernachlässigen

Für die Gültigkeit des Gebets ist die notwendige rituelle Reinheit erforderlich.

Dabei muss jedoch zwischen Ghusl und Wudu unterschieden werden:

  • Der Freitags-Ghusl ist nach verbreiteter Auffassung besonders empfohlen und nach anderen Auffassungen stärker verpflichtend.
  • Das Fehlen des Freitags-Ghusl macht das Gebet nicht automatisch ungültig.
  • Ohne gültige Gebetswaschung oder die erforderliche rituelle Reinigung ist das Gebet dagegen nicht gültig.

Nur körperlich anwesend sein

Ein Mensch kann sich in der Moschee befinden und dennoch mit seinen Gedanken vollständig abwesend sein.

Die Jumuʿa sollte mit einer bewussten Absicht, Aufmerksamkeit und Bereitschaft zur Veränderung besucht werden.

Was tun, wenn man das Freitagsgebet nicht besuchen kann?

Wer aufgrund einer anerkannten Entschuldigung nicht an der Jumuʿa teilnehmen kann, verrichtet stattdessen das Dhuhr-Gebet mit vier Rakʿat.

Mögliche Entschuldigungen können je nach Situation sein:

  • Krankheit;
  • Reise;
  • erhebliche Gefahr;
  • Betreuung einer hilfsbedürftigen Person;
  • eine andere schwerwiegende und unvermeidbare Belastung.

Eine gewöhnliche Beschäftigung oder Bequemlichkeit sollte nicht vorschnell als Entschuldigung betrachtet werden.

Das Freitagsgebet für Frauen

Frauen sind grundsätzlich nicht in derselben Weise zur Teilnahme am Freitagsgebet verpflichtet wie Männer.

Sie dürfen jedoch an der Jumuʿa teilnehmen, wenn dies möglich ist und die Bedingungen der Moschee beachtet werden.

Wenn eine Frau das Freitagsgebet gemeinsam mit dem Imam verrichtet, ersetzt es ihr Dhuhr-Gebet.

Wenn sie nicht teilnimmt, verrichtet sie das gewöhnliche Dhuhr-Gebet zu Hause oder an einem geeigneten Ort.

Das Freitagsgebet für Reisende und Kranke

Reisende und kranke Menschen können von der Verpflichtung zur Jumuʿa ausgenommen sein.

Wenn sie dennoch teilnehmen können, ist ihre Teilnahme grundsätzlich möglich.

Der Islam berücksichtigt körperliche Belastungen und außergewöhnliche Umstände. Diese Erleichterungen sollten jedoch weder unnötig abgelehnt noch ohne Grund missbraucht werden.

Die Besonderheiten des Freitags im Islam

Neben dem Jumuʿa-Gebet besitzt der Freitag weitere besondere Vorzüge.

Sure Al-Kahf lesen

Zu den bekannten empfohlenen Handlungen gehört das Lesen der Sure Al-Kahf, der 18. Sure des Korans.

Wer noch nicht flüssig Arabisch liest, kann die Sure schrittweise lernen und zusätzlich eine zuverlässige Übersetzung ihrer Bedeutung lesen.

Segenswünsche für den Propheten ﷺ vermehren

Muslime werden dazu ermutigt, am Freitag häufig Segenswünsche für den Propheten Muhammad ﷺ zu sprechen.

Eine bekannte Formulierung lautet:

اللَّهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْ عَلَى نَبِيِّنَا مُحَمَّدٍ

Umschrift: Allāhumma salli wa sallim ʿalā nabiyyinā Muhammad.

Bedeutung: „O Allah, schenke unserem Propheten Muhammad Segen und Frieden.“

Viele Bittgebete sprechen

Der Freitag ist eine wertvolle Gelegenheit für Duʿā.

Der Muslim kann Allah um religiöses und weltliches Gutes bitten und dabei besonders aufrichtig und aufmerksam sein.

Almosen geben und Gutes tun

Auch Almosen, Hilfe für Bedürftige, Familienbesuche und andere gute Taten können am Freitag verrichtet werden.

Es gibt jedoch keine Notwendigkeit, jede gute Tat ausschließlich auf den Freitag zu beschränken.

Früh zur Moschee gehen

Das frühe Erscheinen gehört zu den besonders empfohlenen Handlungen des Freitags.

Es hilft, Hektik zu vermeiden und die Predigt von Beginn an aufmerksam zu verfolgen.

Die Bedeutung der Khutba

Die Freitagspredigt ist ein wesentlicher Bestandteil der Jumuʿa.

Sie soll die Gläubigen:

  • an Allah erinnern;
  • über religiöse Pflichten unterrichten;
  • vor Fehlern warnen;
  • zum guten Charakter ermutigen;
  • bei aktuellen Herausforderungen Orientierung geben.

Eine gute Khutba verbindet zuverlässiges Wissen mit klarer, verständlicher und verantwortungsvoller Ansprache.

Die Zuhörer sollten versuchen, mindestens eine praktische Lehre aus der Predigt in der folgenden Woche umzusetzen.

Die Jumuʿa als wöchentliche spirituelle Erneuerung

Das Freitagsgebet kann als wöchentlicher Orientierungspunkt verstanden werden.

Der Muslim hält inne und überprüft:

  • seine Beziehung zu Allah;
  • die Qualität seines Gebets;
  • seinen Umgang mit der Familie;
  • seine Worte und Handlungen;
  • seine berufliche und finanzielle Verantwortung;
  • seinen Beitrag zur Gemeinschaft.

Die Jumuʿa ist daher nicht nur ein Gebet, das abgeschlossen und anschließend vergessen wird.

Sie soll das Verhalten in der kommenden Woche positiv beeinflussen.

Wie können Eltern Kinder an den Freitag gewöhnen?

Kinder sind vor der religiösen Verantwortlichkeit nicht zur Jumuʿa verpflichtet. Dennoch können Eltern sie schrittweise an die Bedeutung des Freitags heranführen.

Sie können ihnen beibringen:

  • saubere Kleidung zu tragen;
  • die Moschee zu respektieren;
  • während der Predigt ruhig zu sein;
  • Segenswünsche für den Propheten ﷺ zu sprechen;
  • die Sure Al-Kahf kennenzulernen;
  • den Freitag als besonderen Tag wahrzunehmen.

Die Erwartungen sollten dem Alter und der Konzentrationsfähigkeit des Kindes angepasst werden.

Das Freitagsgebet und die Arbeit

Muslime, für die das Freitagsgebet verpflichtend ist, sollten ihre beruflichen Verpflichtungen nach Möglichkeit so organisieren, dass sie daran teilnehmen können.

Hilfreich können sein:

  • frühzeitig mit dem Arbeitgeber zu sprechen;
  • die Pause entsprechend zu planen;
  • eine nahegelegene Moschee zu suchen;
  • die voraussichtliche Dauer realistisch mitzuteilen;
  • zuverlässig und verantwortungsvoll mit der gewährten Zeit umzugehen.

Die konkrete rechtliche und berufliche Situation kann je nach Land und Arbeitsplatz unterschiedlich sein.

Islamische Gebetspraxis strukturiert lernen

Das Freitagsgebet ist mit mehreren grundlegenden Themen des Islam verbunden:

  • rituelle Reinheit;
  • Gebet;
  • Moschee-Etikette;
  • Khutba;
  • Gemeinschaft;
  • Bittgebete;
  • Sunna-Handlungen am Freitag.

Wer diese Themen mit einer qualifizierten Lehrkraft lernen möchte, kann unsere Online-Islamkurse nutzen.

Unser Leitfaden zum Erlernen des Islam erklärt außerdem die wichtigsten Grundlagen von Glauben, Reinheit, Gebet und religiöser Praxis.

Zur Verbesserung der Koranrezitation bieten sich unsere Online-Korankurse und Online-Tajwid-Kurse an.

Weitere Inhalte über Glaube, Gebet, Duʿā und muslimisches Leben finden Sie in unserer Kategorie Islam und Kultur.

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Häufig gestellte Fragen zum Freitagsgebet

Wie viele Rakʿat hat das Freitagsgebet?

Das verpflichtende Jumuʿa-Gebet besteht aus zwei Rakʿat, die gemeinsam hinter dem Imam verrichtet werden.

Ersetzt die Jumuʿa das Dhuhr-Gebet?

Ja. Wer das Freitagsgebet gültig verrichtet, muss an diesem Tag kein zusätzliches verpflichtendes Dhuhr-Gebet beten.

Ist das Freitagsgebet für Frauen verpflichtend?

Nein. Frauen sind grundsätzlich davon ausgenommen, dürfen jedoch teilnehmen. Wenn sie die Jumuʿa verrichten, ersetzt sie ihr Dhuhr-Gebet.

Muss man vor der Jumuʿa Ghusl verrichten?

Der Freitags-Ghusl ist stark empfohlen. Die genaue juristische Bewertung wird von den Rechtsschulen teilweise unterschiedlich behandelt.

Das Fehlen des Freitags-Ghusl macht das Gebet nicht automatisch ungültig, solange die für das Gebet erforderliche rituelle Reinheit vorhanden ist.

Darf man während der Khutba sprechen?

Nein. Die Anwesenden sollen schweigen und aufmerksam zuhören.

Was soll man tun, wenn man die Jumuʿa verpasst?

Wer die Jumuʿa verpasst oder aufgrund einer gültigen Entschuldigung nicht teilnehmen kann, verrichtet das Dhuhr-Gebet mit vier Rakʿat.

Darf man während der Khutba das Telefon benutzen?

Das Telefon sollte nicht für Nachrichten, soziale Netzwerke oder andere unnötige Beschäftigungen verwendet werden.

Es lenkt von der Predigt ab und kann auch andere Gläubige stören.

Wann beginnt die Jumuʿa?

Sie wird grundsätzlich innerhalb der Zeit des Dhuhr-Gebets verrichtet. Die genaue Uhrzeit wird von der jeweiligen Moschee festgelegt.

Welche Sure sollte man am Freitag lesen?

Das Lesen der Sure Al-Kahf gehört zu den bekannten empfohlenen Handlungen des Freitags.

Welche besonderen Handlungen gibt es am Freitag?

Dazu gehören Ghusl, saubere Kleidung, frühes Erscheinen, das Lesen von Al-Kahf, viele Segenswünsche für den Propheten ﷺ und aufrichtige Bittgebete.

Fazit: Jumuʿa als Gebet, Erinnerung und Gemeinschaft

Das Freitagsgebet ist weit mehr als eine wöchentliche religiöse Verpflichtung.

Es ist:

  • eine Quelle spiritueller Erneuerung;
  • eine Gelegenheit zur Vergebung;
  • ein Moment des Lernens;
  • ein Treffpunkt der muslimischen Gemeinschaft;
  • eine regelmäßige Erinnerung an Allah.

Wer sich gut vorbereitet, die Khutba aufmerksam verfolgt und das Gebet aufrichtig verrichtet, kann aus diesem gesegneten Tag großen Nutzen für seinen Glauben und seinen Alltag ziehen.

Das Institut Al-Dirassa bietet strukturierte Online-Kurse über Glauben, Gebet, Fiqh und islamische Praxis an. Sie helfen Anfängern und fortgeschrittenen Lernenden dabei, die Regeln des Islam besser zu verstehen und schrittweise anzuwenden.

Weitere Inhalte über Versorgung und Segen finden Sie in unserem Artikel über Rizq und erlaubte Versorgung im Islam.

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Erfahrungsberichte

Unsere Teilnehmer berichten über ihre Erfahrungen

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