Im Islam endet die Pflicht, die Eltern zu ehren, nicht mit ihrem Tod.
Die Güte gegenüber den Eltern wird als Birr al-Walidayn bezeichnet. Sie gehört zu den bedeutenden Werten der islamischen Religion und kann auch nach dem Tod der Eltern fortgesetzt werden.
Ein Muslim kann seinen verstorbenen Eltern weiterhin Gutes tun durch:
- Bittgebete;
- Almosen;
- das Begleichen ihrer Schulden;
- die Erfüllung ihrer erlaubten Verpflichtungen;
- die Pflege familiärer Beziehungen;
- den respektvollen Umgang mit ihren Freunden und Angehörigen.
Den Vater oder die Mutter zu verlieren, ist eine tiefgreifende Prüfung.
Der Mensch kann Trauer, Bedauern, Schuldgefühle oder den Wunsch empfinden, noch etwas Nützliches für die verstorbene Person zu tun.
Der Islam zeigt konkrete Wege, durch die ein Muslim seinen Eltern auch nach ihrem Tod Güte und Dankbarkeit erweisen kann.
In diesem Artikel stellen wir sieben Möglichkeiten vor, verstorbene Eltern zu ehren – auf einfache, spirituelle und praktische Weise.
Das Wichtigste über die Ehrung verstorbener Eltern
Güte gegenüber verstorbenen Eltern kann durch verschiedene erlaubte Handlungen fortgesetzt werden.
Zu den wichtigsten Punkten gehören:
- regelmäßig für die Eltern um Vergebung und Barmherzigkeit bitten;
- erlaubte Almosen in ihrem Namen geben;
- ihre bestätigten Schulden begleichen;
- ihre islamisch gültigen Verpflichtungen respektieren;
- Verwandtschaftsbeziehungen pflegen;
- ihre Freunde und nahestehenden Menschen ehren;
- bei Haddsch, Umra, Testament und Erbschaft qualifizierten Rat einholen.
Diese Handlungen sollten aufrichtig, ausgewogen und in Übereinstimmung mit Koran und Sunna erfolgen.
Geht die Güte gegenüber den Eltern nach ihrem Tod weiter?
Ja. Die islamische Güte gegenüber den Eltern endet nicht mit ihrem Tod.
Ein Muslim kann ihnen weiterhin Gutes zukommen lassen durch:
- Duʿā;
- Sadaqa;
- das Begleichen ihrer Schulden;
- die Pflege ihrer familiären Beziehungen;
- die Erfüllung erlaubter Verpflichtungen;
- bestimmte gottesdienstliche Handlungen unter den bekannten Bedingungen.
Der Prophet Muhammad ﷺ erklärte, dass nach dem Tod eines Menschen bestimmte fortlaufende gute Wirkungen bestehen bleiben können.
Dazu gehört das Bittgebet eines rechtschaffenen Kindes für seine Eltern.
Dies zeigt, dass die spirituelle Verbindung durch Duʿā, Dankbarkeit und gute Taten fortbestehen kann, auch wenn die Eltern nicht mehr in dieser Welt leben.
1. Für die verstorbenen Eltern Duʿā machen
Eine der wichtigsten Möglichkeiten, verstorbene Eltern zu ehren, besteht darin, für sie Bittgebete zu sprechen.
Der Muslim bittet Allah darum:
- ihnen zu vergeben;
- sich ihrer zu erbarmen;
- ihre guten Taten anzunehmen;
- ihren Rang zu erhöhen;
- ihnen eine gute Wohnstätte im Jenseits zu gewähren;
- ihre Fehler zu verzeihen.
Duʿā für die Eltern gehört zu den einfachsten und zugleich bedeutungsvollsten Handlungen.
Es kann jederzeit gesprochen werden, beispielsweise:
- nach den Gebeten;
- in der Niederwerfung;
- in den letzten Stunden der Nacht;
- am Freitag;
- während einer Reise;
- wenn man sich an die Eltern erinnert.
Bittgebet für die Eltern
Arabischer Text:
رَبِّ اغْفِرْ لِي وَلِوَالِدَيَّ وَارْحَمْهُمَا كَمَا رَبَّيَانِي صَغِيرًا
Umschrift: Rabbi-ghfir lī wa li-wālidayya, warhamhumā kamā rabbayānī saghīrā.
Bedeutung: „Mein Herr, vergib mir und meinen Eltern und erbarme Dich ihrer, so wie sie mich aufgezogen haben, als ich klein war.“
Dieses Bittgebet erinnert an die Mühe, Geduld und Fürsorge der Eltern während der Kindheit.
Ein weiteres Bittgebet um Vergebung
Arabischer Text:
رَبَّنَا اغْفِرْ لِي وَلِوَالِدَيَّ وَلِلْمُؤْمِنِينَ يَوْمَ يَقُومُ الْحِسَابُ
Umschrift: Rabbanā-ghfir lī wa li-wālidayya wa li-l-muʾminīna yawma yaqūmu l-hisāb.
Bedeutung: „Unser Herr, vergib mir, meinen Eltern und den Gläubigen an dem Tag, an dem die Abrechnung stattfindet.“
Wie oft sollte man für verstorbene Eltern Duʿā machen?
Es gibt keine festgelegte Höchstzahl.
Ein Muslim kann regelmäßig für seine Eltern bitten, ohne die Handlung in einen zwanghaften oder unbelegten Ritus zu verwandeln.
Hilfreich kann es sein:
- nach jedem Pflichtgebet kurz für sie zu bitten;
- an bestimmten Tagen bewusst an sie zu denken;
- ihre Namen in persönliche Bittgebete einzuschließen;
- auch für alle verstorbenen Muslime zu bitten.
Regelmäßigkeit ist häufig wertvoller als seltene, sehr lange Bittgebete.
2. In ihrem Namen Almosen geben
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, im Namen eines verstorbenen Elternteils Sadaqa zu geben.
Diese Spende kann einfach oder umfangreich sein.
Beispiele sind:
- eine bedürftige Person finanziell unterstützen;
- eine Mahlzeit anbieten;
- einem Waisen helfen;
- Trinkwasser bereitstellen;
- religiöse oder nützliche Bücher finanzieren;
- Bildung unterstützen;
- an einem erlaubten gemeinnützigen Projekt teilnehmen.
Entscheidend ist nicht die öffentliche Sichtbarkeit der Handlung.
Das Ziel besteht darin, Allahs Wohlgefallen zu suchen und zu hoffen, dass die Belohnung der verstorbenen Person zugutekommt.
Welche Sadaqa eignet sich besonders?
Es ist sinnvoll, eine Handlung zu wählen, die:
- erlaubt ist;
- einen tatsächlichen Nutzen bringt;
- vertrauenswürdig umgesetzt wird;
- möglichst dauerhaft wirkt;
- den finanziellen Möglichkeiten entspricht.
Eine kleine, aufrichtige Spende kann wertvoller sein als eine große Handlung, die hauptsächlich für Anerkennung vorgenommen wird.
Fortlaufende Wohltätigkeit
Eine Sadaqa Dschariya ist eine Wohltätigkeit, deren Nutzen über einen längeren Zeitraum fortbesteht.
Beispiele können sein:
- die Finanzierung einer Wasserquelle;
- nützliche Lernmaterialien;
- Unterstützung eines Bildungsprojekts;
- ein Beitrag zu einer Moschee oder gemeinnützigen Einrichtung;
- ein langfristiges Hilfsprojekt.
Vor einer Spende sollte geprüft werden, ob das Projekt seriös, transparent und islamisch erlaubt ist.
3. Haddsch oder Umra für die verstorbenen Eltern verrichten
Unter bestimmten Bedingungen kann ein Muslim Haddsch oder Umra für einen verstorbenen Elternteil verrichten.
Diese Frage gehört zum Fiqh und besitzt mehrere Regeln und Einzelheiten.
Zu den bekannten Voraussetzungen gehört, dass eine Person ihren eigenen verpflichtenden Haddsch bereits verrichtet hat, bevor sie ihn stellvertretend für eine andere Person durchführt.
Weitere Fragen können betreffen:
- ob der verstorbene Elternteil zum Haddsch verpflichtet war;
- ob er ein entsprechendes Vermächtnis hinterlassen hat;
- aus welchen Mitteln die Reise bezahlt wird;
- wer zur stellvertretenden Durchführung berechtigt ist;
- welche Absicht ausgesprochen werden muss.
Wer Haddsch oder Umra für einen verstorbenen Elternteil verrichten möchte, sollte sich deshalb vorab an eine qualifizierte Lehrkraft oder eine fachkundige Person wenden.
Kann man die Umra mehrfach für Verstorbene durchführen?
Die Einzelheiten zu wiederholten Umra-Handlungen für andere Personen werden unter Gelehrten unterschiedlich behandelt.
Statt sich nur auf die Anzahl zu konzentrieren, sollte man prüfen:
- ob die Handlung korrekt ausgeführt wird;
- ob die eigene Pflicht bereits erfüllt wurde;
- ob andere wichtige Rechte wie Schulden Vorrang besitzen;
- ob eine qualifizierte Beratung eingeholt wurde.
4. Ihr Testament und ihre erlaubten Wünsche respektieren
Die Ehrung der Eltern nach ihrem Tod umfasst auch die verantwortungsvolle Behandlung ihres Testaments und ihrer erlaubten Wünsche.
Dabei kann es sich handeln um:
- eine bestätigte Schuld;
- einen zurückzugebenden Gegenstand;
- eine erlaubte Spende;
- eine familiäre Empfehlung;
- eine rechtmäßig übernommene Verpflichtung.
Ein Testament darf nicht ungerecht verändert, verschwiegen oder zur Benachteiligung anderer Erben missbraucht werden.
Es muss entsprechend den islamischen Regeln über:
- Erbschaft;
- Schulden;
- Vermächtnisse;
- Rechte Dritter behandelt werden.
Nicht jeder Wunsch ist verpflichtend
Die Wünsche der Eltern werden nur befolgt, wenn sie erlaubt und rechtlich gültig sind.
Ein Wunsch darf nicht umgesetzt werden, wenn er:
- einer klaren islamischen Regel widerspricht;
- einen Erben ungerecht bevorzugt;
- die Rechte anderer Menschen verletzt;
- eine verbotene Handlung verlangt.
Bei Streit oder Unsicherheit sollte fachkundiger rechtlicher und islamischer Rat eingeholt werden.
5. Die Verwandtschaftsbeziehungen pflegen
Nach dem Tod der Eltern ist es wichtig, die Beziehungen zur Familie nicht zu vernachlässigen.
Dazu können gehören:
- Großeltern;
- Onkel und Tanten;
- Geschwister;
- Cousins und Cousinen;
- weitere Angehörige, zu denen die Eltern eine enge Beziehung pflegten.
Verwandtschaftspflege kann auf verschiedene Weise erfolgen:
- durch Besuche;
- durch Telefonate;
- durch Nachrichten;
- durch finanzielle oder praktische Hilfe;
- durch freundliche Worte;
- durch Versöhnung bei Konflikten;
- durch regelmäßige Aufmerksamkeit.
Diese Handlung ehrt die Eltern, weil sie Beziehungen bewahrt, die ihnen wichtig waren oder die sie aufgebaut hatten.
Was tun bei schwierigen Familienbeziehungen?
Verwandtschaftspflege bedeutet nicht, sich Missbrauch, Gewalt oder dauerhafter Erniedrigung auszusetzen.
Ein Muslim kann Beziehungen entsprechend seinen Möglichkeiten pflegen und zugleich notwendige Grenzen setzen.
Manchmal kann die Verbindung beschränkt werden auf:
- einen gelegentlichen Gruß;
- eine höfliche Nachricht;
- Hilfe in einer Notlage;
- Duʿā;
- Kontakt über eine vertrauenswürdige dritte Person.
Das Ziel ist, Beziehungen nicht aus Hochmut, Rache oder Gleichgültigkeit vollständig abzubrechen.
6. Ihre Freunde und nahestehenden Menschen ehren
Zu den Formen der Güte gegenüber verstorbenen Eltern gehört, ihre Freunde und nahestehenden Menschen respektvoll zu behandeln.
Ein Sohn oder eine Tochter kann:
- sich nach ehemaligen Freunden der Eltern erkundigen;
- sie gelegentlich besuchen;
- ihnen bei Bedarf helfen;
- freundlich mit ihnen sprechen;
- Erinnerungen und gute Beziehungen bewahren.
Dieses Verhalten zeigt:
- Treue;
- Dankbarkeit;
- guten Charakter;
- Respekt gegenüber den Eltern.
Die Beziehungen müssen dabei islamische Grenzen, Privatsphäre und die persönlichen Umstände aller Beteiligten respektieren.
7. Ihre Schulden begleichen
Das Begleichen der bestätigten Schulden eines verstorbenen Elternteils ist eine besonders wichtige Angelegenheit.
Schulden können bestehen gegenüber:
- Privatpersonen;
- Unternehmen;
- Behörden;
- Vermietern;
- Kreditgebern;
- anderen Gläubigern.
Vor der Verteilung des Erbes müssen die Schulden, Beerdigungskosten und gültigen Vermächtnisse entsprechend den geltenden Regeln berücksichtigt werden.
Die Erben sollten deshalb nicht vorschnell Vermögen verteilen, ohne mögliche Verpflichtungen zu prüfen.
Wie lassen sich unbekannte Schulden feststellen?
Hilfreiche Schritte können sein:
- Unterlagen und Verträge prüfen;
- Bankauszüge kontrollieren;
- bekannte Geschäftspartner kontaktieren;
- Familienmitglieder befragen;
- offene Rechnungen untersuchen;
- eine öffentliche oder familiäre Anfrage sorgfältig formulieren.
Dabei muss die Würde der verstorbenen Person geschützt und jede unbelegte Behauptung vermieden werden.
Müssen Kinder Schulden aus ihrem eigenen Geld bezahlen?
Grundsätzlich werden die bestätigten Schulden zunächst aus dem Nachlass beglichen.
Reicht der Nachlass nicht aus, ist eine freiwillige Begleichung durch Kinder oder Angehörige eine gute Handlung, sofern sie finanziell dazu in der Lage sind.
Die rechtlichen Einzelheiten können je nach Land und Fall unterschiedlich sein.
Weitere Möglichkeiten, verstorbene Eltern zu ehren
Neben den sieben Hauptwegen gibt es weitere gute Handlungen.
Das eigene Verhalten verbessern
Ein Kind kann seine Eltern ehren, indem es selbst rechtschaffener wird.
Dazu gehören:
- regelmäßiges Gebet;
- ehrlicher Charakter;
- Verantwortung gegenüber der Familie;
- das Vermeiden von Sünden;
- nützliches Wissen;
- gute Taten.
Ein rechtschaffenes Kind, das für seine Eltern Duʿā macht, gehört zu den fortdauernden Quellen des Guten.
Nützliches Wissen weiterführen
Wenn die Eltern Wissen vermittelt, ein gutes Projekt begonnen oder Menschen unterstützt haben, können ihre Kinder diesen Nutzen fortsetzen.
Dies kann geschehen durch:
- das Bewahren ihrer nützlichen Bücher;
- die Fortführung eines gemeinnützigen Projekts;
- das Weitergeben guter Ratschläge;
- das Unterstützen der Menschen, denen sie geholfen haben.
Für Versöhnung in der Familie sorgen
Manchmal hinterlässt der Tod eines Elternteils familiäre Spannungen, besonders bei Erbschaftsfragen.
Die Eltern werden nicht dadurch geehrt, dass Geschwister sich wegen des Nachlasses dauerhaft bekämpfen.
Gerechtigkeit, Transparenz und Versöhnung können ein bedeutender Ausdruck von Birr al-Walidayn sein.
Was hilft bei Trauer um die Eltern?
Trauer ist eine natürliche menschliche Reaktion.
Ein Muslim darf:
- weinen;
- Vermissen empfinden;
- über gute Erinnerungen sprechen;
- Unterstützung suchen;
- Zeit für die Verarbeitung benötigen.
Geduld bedeutet nicht, keine Gefühle zu haben.
Sie bedeutet, die Hoffnung auf Allah nicht zu verlieren und verbotene Reaktionen zu vermeiden.
Hilfreich können sein:
- Duʿā;
- Gebet;
- Gespräche mit vertrauenswürdigen Menschen;
- regelmäßiger Alltag;
- gute Taten im Namen der Eltern;
- bei anhaltender schwerer Belastung professionelle Unterstützung.
Schuldgefühle nach dem Tod der Eltern
Manche Menschen bedauern nach dem Tod ihrer Eltern vergangene Fehler.
Vielleicht haben sie zu wenig Zeit mit ihnen verbracht, sie verletzt oder bestimmte Pflichten vernachlässigt.
Die Vergangenheit kann nicht verändert werden. Der Muslim kann jedoch:
- Allah aufrichtig um Vergebung bitten;
- für die Eltern Duʿā machen;
- in ihrem Namen gute Taten verrichten;
- familiäre Beziehungen verbessern;
- aus den eigenen Fehlern lernen.
Schuldgefühle sollten zu Reue und Verbesserung führen, nicht zu dauerhafter Verzweiflung.
Welche Handlungen sollten vermieden werden?
Bei der Ehrung verstorbener Eltern sollten unbelegte oder verbotene Praktiken vermieden werden.
Dazu können gehören:
- die verstorbene Person direkt um Hilfe bitten;
- sie anzurufen statt Allah;
- Talismane oder okkulte Rituale zu verwenden;
- unnötige finanzielle Verschwendung bei Trauerveranstaltungen;
- unbelegte feste Zeremonien als religiöse Pflicht zu behandeln;
- Erbschaftsrechte zu verletzen;
- Schulden zu verschweigen;
- Familienmitglieder öffentlich zu beschuldigen.
Die beste Ehrung bleibt eine Handlung, die aufrichtig und mit den islamischen Quellen vereinbar ist.
Darf man den Koran für verstorbene Eltern lesen?
Die Frage, ob und in welcher Weise die Belohnung einer Koranrezitation einer verstorbenen Person gewidmet werden kann, wird unter Gelehrten unterschiedlich beurteilt.
Unbestritten und besonders klar überliefert sind:
- Duʿā;
- Sadaqa;
- das Begleichen von Schulden;
- Haddsch unter den bekannten Bedingungen;
- die Pflege familiärer Beziehungen.
Wer der Auffassung seiner Rechtsschule zur Koranrezitation folgen möchte, sollte sich an eine qualifizierte Lehrkraft wenden.
Grabpflege und Besuch des Friedhofs
Der Besuch von Gräbern kann den Menschen an das Jenseits erinnern und Gelegenheit für Duʿā für die Verstorbenen bieten.
Dabei sollten islamische Grenzen beachtet werden.
Man sollte:
- für die Verstorbenen bitten;
- sich an den Tod und die Rückkehr zu Allah erinnern;
- Würde und Ruhe bewahren;
- keine Hilfe von den Toten erbitten;
- keine okkulten oder unbelegten Rituale durchführen.
Aufwendige Dekorationen sind kein Ersatz für Duʿā, Schuldenbegleichung und gute Taten.
Die Rechte der Eltern und islamischen Charakter lernen
Verstorbene Eltern zu ehren gehört zum muslimischen Charakter.
Dieses Thema ist mit mehreren Bereichen des Islam verbunden:
- Glaube;
- Bittgebete;
- Familienrechte;
- Erbschaft;
- Almosen;
- Schulden;
- Verantwortung vor Allah.
Um diese Themen richtig zu verstehen, ist ein methodischer Lernweg hilfreich.
Dazu gehören:
- islamische Glaubensgrundlagen;
- Gebet und Reinheit;
- familiäre Rechte;
- Koran und Sunna;
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Häufig gestellte Fragen zur Ehrung verstorbener Eltern
Kann man verstorbenen Eltern noch Gutes tun?
Ja. Man kann für sie Duʿā machen, Almosen geben, ihre Schulden begleichen, familiäre Beziehungen pflegen und ihre erlaubten Verpflichtungen erfüllen.
Welches Bittgebet kann man für verstorbene Eltern sprechen?
Man kann Allah um Vergebung, Barmherzigkeit, Annahme ihrer guten Taten und eine hohe Stellung im Jenseits bitten.
Darf man im Namen verstorbener Eltern spenden?
Ja. Eine erlaubte und aufrichtige Sadaqa kann in ihrem Namen gegeben werden.
Kann man Haddsch für einen verstorbenen Elternteil durchführen?
Ja, unter bestimmten Bedingungen. Die Person sollte insbesondere ihren eigenen verpflichtenden Haddsch bereits verrichtet haben.
Muss man die Schulden verstorbener Eltern begleichen?
Bestätigte Schulden werden zunächst aus dem Nachlass beglichen, bevor das Erbe verteilt wird.
Darf man einen ungültigen Wunsch der Eltern erfüllen?
Nein. Ein Wunsch, der dem Islam widerspricht oder die Rechte anderer verletzt, darf nicht umgesetzt werden.
Wie pflegt man die Freunde der verstorbenen Eltern?
Man kann sich nach ihnen erkundigen, sie besuchen, ihnen helfen und die Beziehung respektvoll fortführen.
Darf man um verstorbene Eltern trauern?
Ja. Trauer und Weinen sind natürliche Reaktionen. Verbotene Äußerungen und Verzweiflung sollten jedoch vermieden werden.
Was kann man tun, wenn man seine Eltern zu Lebzeiten schlecht behandelt hat?
Man kann Allah aufrichtig um Vergebung bitten, für die Eltern Duʿā machen, gute Taten in ihrem Namen verrichten und das eigene Verhalten verbessern.
Welche Handlung ist für verstorbene Eltern am wichtigsten?
Zu den klarsten und wichtigsten Handlungen gehören regelmäßiges Duʿā, Sadaqa, das Begleichen von Schulden und die Pflege familiärer Beziehungen.
Fazit: Die Güte gegenüber den Eltern endet nicht mit ihrem Tod
Verstorbene Eltern im Islam zu ehren ist auf verschiedene Weise möglich.
Zu den wichtigsten Handlungen gehören:
- für sie Duʿā machen;
- in ihrem Namen Almosen geben;
- unter den bekannten Bedingungen Haddsch oder Umra durchführen;
- ihre erlaubten Wünsche respektieren;
- Verwandtschaftsbeziehungen pflegen;
- ihre Freunde ehren;
- ihre Schulden begleichen.
Diese Taten ermöglichen es dem Gläubigen, seinen Eltern weiterhin Aufrichtigkeit, Dankbarkeit und Güte zu zeigen.
Sie erinnern zugleich daran, dass familiäre Verantwortung nicht vollständig auf das diesseitige Leben begrenzt ist.
Die Eltern nach ihrem Tod zu ehren bedeutet nicht, sich in Trauer zu verlieren oder unbelegte Rituale zu erfinden.
Es bedeutet, aufrichtig für sie zu bitten, ihre Rechte zu erfüllen und gute Taten zu verrichten, die mit Koran und Sunna vereinbar sind.
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