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Makharij al-Huruf: Artikulationsstellen der arabischen Buchstaben

26. Juni 2024 – Al-Dirassa Institut

Diagramm der Artikulationsstellen arabischer Buchstaben

Die Artikulationsstellen der arabischen Buchstaben, die als Makharij al-Huruf bezeichnet werden, sind eine wesentliche Grundlage für das Erlernen der arabischen Aussprache und des Tajwid. Sie bezeichnen die genauen Stellen, an denen die einzelnen Buchstaben beim Sprechen entstehen.

Um den Koran korrekt zu rezitieren, genügt es nicht, die arabischen Buchstaben lediglich zu erkennen. Man muss auch wissen, wie sie mithilfe des Mundraums, der Zunge, des Rachens, der Lippen oder des Nasenraums gebildet werden. Diese Genauigkeit hilft dabei, ähnlich klingende Buchstaben voneinander zu unterscheiden und die Klarheit der Rezitation zu verbessern.

In diesem Artikel erklären wir, was Makharij sind, warum sie im Tajwid eine so wichtige Rolle spielen, welche Hauptbereiche der Artikulation es gibt, welche Fehler vermieden werden sollten und wie man die Aussprache schrittweise erlernen kann.

Was bedeutet Makharij al-Huruf?

Das Wort Makharij ist der Plural von Makhraj. Ein Makhraj bezeichnet die Austritts- oder Artikulationsstelle eines Buchstabens. Der Ausdruck Makharij al-Huruf bedeutet somit „die Artikulationsstellen der Buchstaben“.

Jeder arabische Buchstabe besitzt eine bestimmte Artikulationsstelle oder einen klar abgegrenzten Artikulationsbereich. Einige Buchstaben entstehen im Rachen, andere an der Zunge, an den Lippen, im Mundraum oder im Nasenraum.

Die Kenntnis dieser Stellen hilft Lernenden, die Buchstaben präziser auszusprechen. Sie bildet eine wichtige Grundlage für das Tajwid und für eine korrekte Rezitation des Korans.

Warum sind die Makharij im Tajwid wichtig?

Das Tajwid lehrt die korrekte Rezitation des Korans. Die Makharij helfen dabei, jedem arabischen Buchstaben sein Recht zu geben und Aussprachefehler zu vermeiden.

Manche Buchstaben können für deutsch- oder französischsprachige Lernende ähnlich klingen, beispielsweise س und ص, ت und ط oder ذ und ظ. Sie werden jedoch nicht auf dieselbe Weise und teilweise auch nicht an derselben Stelle artikuliert.

Das Üben der Artikulationsstellen hilft daher, die Buchstaben klar voneinander zu unterscheiden, die Rezitation zu verbessern und den Koran aufmerksamer zu lesen.

Diese Grundlage ist besonders für Anfänger wichtig. Eine falsche Aussprache, die häufig wiederholt wird, kann sich schnell als Gewohnheit festsetzen und später schwerer zu korrigieren sein. Deshalb sollten die Buchstaben möglichst von Anfang an gemeinsam mit ihren Artikulationsstellen gelernt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Makhraj und Sifah?

Im Tajwid sind die Makharij und die Sifat eng miteinander verbunden, bezeichnen jedoch nicht dasselbe.

Der Makhraj bezeichnet den Ursprung des Lautes, also die Stelle, an der der Buchstabe gebildet wird. Ein Buchstabe kann beispielsweise aus dem Rachen, von der Zunge oder von den Lippen hervorgehen.

Die Sifah, also die Eigenschaft eines Buchstabens, beschreibt dagegen, wie der Buchstabe ausgesprochen wird. Dazu gehören beispielsweise Stärke, Weichheit, Emphase, Leichtigkeit, Luftstrom, Stimmhaftigkeit oder der hörbare Rückprall eines Lautes.

Der Makhraj beantwortet somit die Frage, wo ein Buchstabe gebildet wird. Die Sifah beschreibt, wie er ausgesprochen wird. Für eine korrekte Rezitation sind beide Aspekte notwendig.

Wie bestimmt man die Artikulationsstelle eines arabischen Buchstabens?

Eine klassische Methode besteht darin, den zu untersuchenden Buchstaben mit einem Sukūn zu versehen und ihm eine Hamza mit einem kurzen Vokal voranzustellen. Auf diese Weise lässt sich die Austrittsstelle des Buchstabens deutlicher wahrnehmen.

Um einen einzelnen Laut zu hören, kann man beispielsweise folgende Formen verwenden:

  • إِبْ, um den Buchstaben ب zu hören;
  • إِسْ, um den Buchstaben س zu hören;
  • إِقْ, um den Buchstaben ق zu hören.

Diese Methode hilft dabei, den Laut zu isolieren, seine Austrittsstelle zu spüren und ihn mit ähnlich klingenden Buchstaben zu vergleichen.

Die fünf Hauptbereiche der arabischen Artikulation

Die Gelehrten des Tajwid fassen die Artikulationsstellen der arabischen Buchstaben gewöhnlich in fünf Hauptbereiche zusammen:

  • der Mund- und Rachenhohlraum – الجَوْفُ;
  • der Rachen – الحَلْقُ;
  • die Zunge – اللِّسَانُ;
  • die beiden Lippen – الشَّفَتَانِ;
  • der Nasenraum – الخَيْشُومُ.

Diese fünf Bereiche helfen dabei, die Entstehung der arabischen Laute systematisch zu verstehen und die Buchstaben voneinander zu unterscheiden.

1. Der Mund- und Rachenhohlraum – الجَوْفُ

Der Begriff الجَوْفُ bezeichnet den offenen Hohlraum im Mund- und Rachenbereich, aus dem die Dehnungslaute hervorgehen. Er ist mit den Buchstaben des Madd verbunden.

Dazu gehören:

  • ا, wenn der vorausgehende Buchstabe eine Fatha trägt;
  • و, wenn es einen Sukūn trägt und der vorausgehende Buchstabe eine Damma besitzt;
  • ي, wenn es einen Sukūn trägt und der vorausgehende Buchstabe eine Kasra besitzt.

Diese Buchstaben werden nicht wie gewöhnliche Konsonanten an einem festen Kontaktpunkt gebildet. Für ihre korrekte Aussprache sind die Dauer, der Luftstrom und eine gleichmäßige Dehnung entscheidend.

Häufige Beispiele aus dem Koran sind:

  • إِيَّاكَ;
  • الْمَغْضُوبِ;
  • يَوْمِ الدِّينِ;
  • الَّذِينَ.

Die Beherrschung dieses Artikulationsbereichs hilft dabei, die Dehnungen korrekt einzuhalten und Laute, die verlängert werden müssen, nicht zu verkürzen.

2. Der Rachen – الحَلْقُ

Der Rachen ist der Artikulationsbereich mehrerer wichtiger arabischer Buchstaben. Er wird in drei Ebenen unterteilt:

  • der untere, tiefste Rachenbereich – أَقْصَى الحَلْقِ;
  • der mittlere Rachenbereich – وَسَطُ الحَلْقِ;
  • der obere, dem Mund nächstgelegene Rachenbereich – أَدْنَى الحَلْقِ.

Die sechs Rachenbuchstaben sind:

  • ء und ه aus dem tiefsten Rachenbereich;
  • ع und ح aus dem mittleren Rachenbereich;
  • غ und خ aus dem oberen Rachenbereich.

Diese Buchstaben können für nicht arabischsprachige Lernende schwierig sein, da mehrere dieser Laute im Deutschen oder Französischen nicht vorkommen. Häufig werden beispielsweise ح und ه verwechselt oder ع nur wie ein gewöhnlicher Vokal ausgesprochen.

Für eine korrekte Aussprache sollte man eine zuverlässige Rezitation anhören, langsam wiederholen und sich nach Möglichkeit von einer kompetenten Lehrkraft korrigieren lassen.

3. Die Zunge – اللِّسَانُ

Die Zunge ist der Artikulationsbereich mit den meisten Buchstaben. Verschiedene Teile der Zunge werden eingesetzt: der hintere Bereich, die Mitte, die Seiten und die Zungenspitze.

Da zahlreiche Buchstaben nahe beieinander gebildet werden, treten in diesem Bereich besonders häufig Verwechslungen auf.

Der hintere Zungenbereich: ق und ك

Die Buchstaben ق und ك werden mit dem hinteren Teil der Zunge gebildet. Ihre Artikulationsstellen sind jedoch nicht identisch.

Beim Buchstaben ق hebt sich der hinterste Teil der Zunge an und berührt den weichen Gaumen. Der Laut entsteht tiefer im Mund und besitzt eine kräftige, emphatische Klangqualität.

Der Buchstabe ك wird ebenfalls im hinteren Zungenbereich gebildet, sein Kontaktpunkt liegt jedoch etwas weiter vorne und näher am harten Gaumen.

Eine Verwechslung dieser beiden Buchstaben kann die Bedeutung eines Wortes verändern. Deshalb sollten sie gezielt miteinander verglichen und geübt werden.

Die Zungenmitte: ج, ش und ي

Die Buchstaben ج, ش und das nicht als Madd-Buchstabe verwendete ي werden mit der Mitte der Zunge artikuliert. Dabei nähert sich der mittlere Zungenbereich dem gegenüberliegenden Teil des oberen Gaumens.

Diese Buchstaben sollten klar voneinander unterschieden werden, insbesondere in kurzen koranischen Wörtern und häufig rezitierten Versen.

Die Zungenseiten: ض und ل

Der Buchstabe ض wird mit einer oder beiden Seiten der Zunge und den oberen Backenzähnen gebildet. Er gehört zu den schwierigsten arabischen Buchstaben und erfordert eine präzise seitliche Artikulation.

Der Buchstabe ل wird mit dem vorderen Seitenbereich der Zunge und dem Zahnfleisch hinter den oberen Schneidezähnen gebildet.

Obwohl beide Buchstaben mit seitlichen Bereichen der Zunge verbunden sind, besitzen sie deutlich unterschiedliche Artikulationsstellen und Eigenschaften.

Die Zungenspitze: ن und ر

Die Buchstaben ن und ر werden mit der Zungenspitze und dem Bereich hinter den oberen Schneidezähnen artikuliert. Ihre genaue Kontaktstelle unterscheidet sich jedoch.

Beim Buchstaben ن ist zusätzlich der Nasenraum an der Ghunna beteiligt. Der Buchstabe ر muss präzise ausgesprochen werden, ohne übermäßiges Rollen oder mehrfaches Anschlagen der Zunge.

Die Buchstaben ت, د und ط

Die Buchstaben ت, د und ط besitzen dieselbe grundlegende Artikulationsstelle. Die Zungenspitze berührt den Ansatz der oberen Schneidezähne.

Ihre Eigenschaften unterscheiden sich jedoch deutlich. ت ist stimmlos und leicht, د ist stimmhaft, und ط ist emphatisch und besitzt zusätzlich eine kräftigere Klangqualität.

Viele Anfänger sprechen ط wie ein gewöhnliches ت aus. Dadurch geht die notwendige Emphase verloren.

Die Buchstaben س, ز und ص

Die Buchstaben س, ز und ص werden mit der Zungenspitze und dem Bereich hinter den unteren Schneidezähnen artikuliert. Der Luftstrom verläuft zwischen der Zunge und den Zähnen.

س ist ein leichter, stimmloser Laut. ز ist stimmhaft. ص ist emphatisch und besitzt eine dunklere, vollere Klangqualität.

Die Unterscheidung zwischen س und ص ist besonders wichtig, da eine Verwechslung den Wortlaut und die Bedeutung verändern kann.

Die Buchstaben ث, ذ und ظ

Die Buchstaben ث, ذ und ظ werden gebildet, indem die Zungenspitze leicht zwischen die oberen und unteren Schneidezähne tritt oder die unteren Ränder der oberen Schneidezähne berührt.

ث ist stimmlos, ذ stimmhaft und ظ zusätzlich emphatisch.

Diese drei Buchstaben erfordern für viele europäische Lernende besondere Aufmerksamkeit, weil sie in der deutschen und französischen Standardsprache nicht in derselben Form vorkommen.

Weitere Artikulationsstellen der Zunge

Zur vollständigen Systematik der Makharij gehören außerdem folgende Buchstabengruppen:

  • ن: mit der Zungenspitze unterhalb der Artikulationsstelle von ل;
  • ر: mit der Zungenspitze nahe der Artikulationsstelle von ن;
  • ظ، ذ، ث: mit der Zungenspitze und den oberen Schneidezähnen;
  • ص، ز، س: mit der Zungenspitze und dem Bereich hinter den unteren Schneidezähnen.

4. Die Lippen – الشَّفَتَانِ

Die Lippen sind an der Bildung mehrerer wichtiger Buchstaben beteiligt. Die Stellung, der Verschluss und die Rundung der Lippen beeinflussen die Klarheit dieser Laute unmittelbar.

Die wichtigsten Lippenbuchstaben sind:

  • ف;
  • ب;
  • م;
  • و, wenn es kein Madd-Buchstabe ist.

Der Buchstabe ف wird gebildet, indem die Innenseite der Unterlippe die Spitzen der oberen Schneidezähne berührt.

Die Buchstaben ب und م entstehen durch das Zusammenführen beider Lippen. Bei ب erfolgt ein fester Verschluss, während bei م zusätzlich der Nasenraum beteiligt ist.

Beim konsonantischen و werden die Lippen gerundet, ohne vollständig geschlossen zu werden.

Ein unvollständiger Verschluss oder eine falsche Lippenstellung kann zu Verwechslungen führen, insbesondere zwischen ب, م und و.

5. Der Nasenraum – الخَيْشُومُ

Der Nasenraum ist die Austrittsstelle der Ghunna, eines charakteristischen nasalen Klanges in bestimmten Tajwid-Regeln.

Die Ghunna ist besonders deutlich bei م und ن mit Schadda:

  • مّ;
  • نّ.

Beispiele:

  • عَمَّ;
  • ثُمَّ;
  • جَنَّاتٍ;
  • إِنَّ.

Die Ghunna wird nicht mit der Zunge gebildet. Ihr Klang tritt aus dem Nasenraum hervor und muss in der vorgeschriebenen Dauer hörbar sein. Sie darf weder ausgelassen noch übertrieben verlängert werden.

Übersicht der fünf Hauptbereiche

Artikulationsbereich Arabische Bezeichnung Buchstaben oder Laute Häufiger Fehler
Mund- und Rachenhohlraum الجَوْفُ ا، و، ي als Madd-Buchstaben Die vorgeschriebene Dehnungsdauer nicht einhalten
Rachen الحَلْقُ ء، ه، ع، ح، غ، خ Rachenbuchstaben miteinander verwechseln
Zunge اللِّسَانُ ق، ك، ج، ش، ي، ض، ل، ن، ر، ت، د، ط، س، ز، ص، ث، ذ، ظ Nahe oder emphatische Buchstaben nicht unterscheiden
Lippen الشَّفَتَانِ ف، ب، م، و Die Lippen nicht korrekt schließen oder runden
Nasenraum الخَيْشُومُ Ghunna bei م und ن Die Nasalierung auslassen oder übertreiben

Wie viele Makharij gibt es?

In der verbreiteten Systematik nach Imam Ibn al-Dschazari werden insgesamt 17 einzelne Artikulationsstellen unterschieden. Diese werden in die fünf genannten Hauptbereiche eingeordnet.

  • eine Artikulationsstelle im Mund- und Rachenhohlraum;
  • drei Artikulationsstellen im Rachen;
  • zehn Artikulationsstellen an der Zunge;
  • zwei Artikulationsstellen an den Lippen;
  • eine Artikulationsstelle im Nasenraum.

Andere Gelehrte haben die einzelnen Artikulationsstellen teilweise anders gezählt oder zusammengefasst. Für Anfänger ist es zunächst besonders wichtig, die fünf Hauptbereiche und die wichtigsten Buchstabengruppen sicher zu beherrschen.

Häufige Aussprachefehler

Anfänger begegnen beim Erlernen der arabischen Artikulationsstellen häufig bestimmten Schwierigkeiten. Solche Fehler sind zu Beginn normal, sollten aber schrittweise korrigiert werden.

  • emphatische und nicht emphatische Buchstaben zu verwechseln;
  • ع wie einen gewöhnlichen Vokal auszusprechen;
  • ح und ه nicht zu unterscheiden;
  • س und ص gleich auszusprechen;
  • ط wie ت auszusprechen;
  • ذ, ز und ظ zu verwechseln;
  • die Ghunna zu vernachlässigen;
  • zu schnell zu lesen und die einzelnen Laute nicht deutlich zu artikulieren;
  • sich ausschließlich auf eine phonetische Umschrift zu verlassen.

Diese Fehler können durch bewusstes Zuhören, langsame Wiederholung und gezielte Korrektur verbessert werden.

Wie kann man die Makharij richtig lernen?

Beim Erlernen der Makharij sollte man schrittweise vorgehen. Zunächst können häufige und leicht verständliche Buchstaben geübt werden. Anschließend werden schwierigere Laute mit einfachen Beispielen verglichen.

Eine wirksame Methode besteht darin:

  • die arabischen Buchstaben und ihre Laute zu lernen;
  • den Artikulationsbereich jedes Buchstabens zu bestimmen;
  • eine korrekte Aussprache anzuhören;
  • jeden Buchstaben langsam zu wiederholen;
  • ähnliche Buchstaben miteinander zu vergleichen;
  • die Laute in koranischen Wörtern anzuwenden;
  • vor einer Lehrkraft zu rezitieren und sich korrigieren zu lassen.

Anfänger, die die arabischen Buchstaben noch nicht sicher beherrschen, können mit unserem kostenlosen Kurs zum arabischen Alphabet beginnen.

Warum das Lernen mit einer Lehrkraft hilfreich ist

Die Makharij sind eine praktische Wissenschaft. Eine schriftliche Erklärung kann das Verständnis fördern, reicht jedoch häufig nicht aus, um die eigene Aussprache zuverlässig zu korrigieren.

Eine Lehrkraft kann dem Lernenden zuhören, Fehler erkennen, die korrekte Artikulation vormachen und passende Übungen empfehlen. Diese Begleitung ist besonders bei schwierigen Buchstaben und bei der Anwendung der Tajwid-Regeln in der Rezitation hilfreich.

Zum gezielten Üben der Aussprache können Sie unsere Online-Tajwidkurse besuchen. Für eine umfassendere Begleitung beim Lesen und Rezitieren bieten unsere Online-Korankurse einen strukturierten Lernweg mit qualifizierten Lehrkräften.

Wer zusätzlich den Wortschatz und die Sprache des Korans besser verstehen möchte, kann Koranarabisch online lernen.

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FAQ: Makharij al-Huruf

Was bedeutet Makharij al-Huruf?

Makharij al-Huruf bedeutet „die Artikulationsstellen der Buchstaben“. Gemeint sind die Stellen, an denen die arabischen Buchstaben beim Sprechen entstehen.

Wie viele Hauptbereiche der Artikulation gibt es?

Man unterscheidet gewöhnlich fünf Hauptbereiche: den Mund- und Rachenhohlraum, den Rachen, die Zunge, die Lippen und den Nasenraum.

Wie viele einzelne Makharij gibt es?

Nach der verbreiteten Einteilung von Ibn al-Dschazari gibt es 17 einzelne Artikulationsstellen, die den fünf Hauptbereichen zugeordnet werden.

Warum sind die Makharij im Tajwid wichtig?

Sie ermöglichen eine korrekte Aussprache der Buchstaben, verhindern Verwechslungen zwischen ähnlichen Lauten und verbessern die Genauigkeit der Koranrezitation.

Was ist der Unterschied zwischen Makhraj und Sifah?

Der Makhraj bezeichnet die Stelle, an der ein Buchstabe entsteht. Die Sifah beschreibt seine phonetische Eigenschaft und damit die Art und Weise, wie er ausgesprochen wird.

Welche Buchstaben sind für deutsch- oder französischsprachige Lernende besonders schwierig?

Häufig bereiten die Rachenbuchstaben ع، ح، غ، خ sowie die emphatischen Buchstaben ص، ض، ط، ظ besondere Schwierigkeiten.

Kann man die Makharij allein lernen?

Die theoretischen Grundlagen können selbstständig erlernt werden. Für eine zuverlässige Aussprachekorrektur ist die Begleitung durch eine qualifizierte Lehrkraft jedoch sehr hilfreich.

Fazit: Bessere Aussprache für eine genauere Rezitation

Die Artikulationsstellen der arabischen Buchstaben bilden eine wesentliche Grundlage für die Aussprache, das Tajwid und die Koranrezitation. Sie helfen dabei, die Buchstaben voneinander zu unterscheiden, Verwechslungen zu vermeiden und präziser zu rezitieren.

Das Erlernen der Makharij erfordert Geduld. Man muss zuhören, wiederholen, sich korrigieren lassen und die Laute in echten Wörtern und Versen anwenden.

Mit einer schrittweisen Methode und der Unterstützung einer Lehrkraft kann jeder Lernende seine arabische Aussprache verbessern und zu einer klareren, korrekteren und aufmerksameren Koranrezitation gelangen.

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