Der Islam ist eine monotheistische Religion, deren Name sprachlich die bewusste Hingabe und Unterwerfung unter Allah bezeichnet.
Muslime glauben, dass Allah der einzige Schöpfer und Herr des Universums ist und dass Er den Propheten Muhammad ﷺ als letzten Gesandten zu den Menschen sandte.
Der Islam beruht auf:
- dem Glauben an Allah;
- der Offenbarung des Korans;
- der Sunna des Propheten Muhammad ﷺ;
- klaren Formen des Gottesdienstes;
- moralischer Verantwortung;
- Gerechtigkeit und Barmherzigkeit;
- der Vorbereitung auf das Jenseits.
Der Islam ist nicht nur eine Sammlung religiöser Rituale. Er bietet eine umfassende Orientierung für die Beziehung des Menschen zu Allah, zu sich selbst, zu seiner Familie und zur Gesellschaft.
Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Grundlagen des Islam: den Tawhid, die Rolle des Propheten Muhammad ﷺ, die fünf Säulen, die Glaubensgrundlagen, den Koran sowie islamische Ethik und Lebensführung.
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Das Wichtigste über den Islam
Der Islam ist eine Religion der Hingabe an Allah und der bewussten Lebensführung nach Seiner Rechtleitung.
Zu den wichtigsten Grundlagen gehören:
- Allah allein besitzt das Recht auf Anbetung.
- Muhammad ﷺ ist der letzte Gesandte Allahs.
- Der Koran ist Allahs offenbarte Botschaft.
- Die fünf Säulen strukturieren die religiöse Praxis.
- Die sechs Glaubensgrundlagen beschreiben zentrale Inhalte des Glaubens.
- Guter Charakter gehört wesentlich zum Islam.
- Jeder Mensch trägt Verantwortung für seine Entscheidungen.
- Das Diesseits ist eine Prüfung und Vorbereitung auf das Jenseits.
Was bedeutet das Wort Islam?
Das arabische Wort Islam steht in Verbindung mit Hingabe, Unterwerfung und Frieden.
Im religiösen Sinn bedeutet Islam, sich Allah bewusst zu unterwerfen, Ihn allein anzubeten und Seiner Rechtleitung zu folgen.
Diese Unterwerfung ist nicht als blinde Passivität zu verstehen.
Sie bedeutet:
- Allah als Schöpfer anzuerkennen;
- Seine Gebote anzunehmen;
- Verbotenes zu meiden;
- das Gute zu suchen;
- Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen;
- auf Seine Barmherzigkeit zu hoffen.
Ein Muslim ist somit ein Mensch, der sich Allah hingibt und danach strebt, sein Leben mit Seiner Rechtleitung in Einklang zu bringen.
Wer ist Allah im Islam?
Allah ist im Islam der einzige Gott, der Schöpfer der Himmel, der Erde und aller Lebewesen.
Muslime glauben, dass Allah:
- einzig ist;
- keinen Partner besitzt;
- keine Kinder hat;
- nicht erschaffen wurde;
- von nichts abhängig ist;
- allwissend und allmächtig ist;
- barmherzig und gerecht ist;
- mit nichts in Seiner Schöpfung vergleichbar ist.
Allah ist nicht der Gott eines bestimmten Volkes oder einer bestimmten Region.
Er ist der Herr aller Menschen und der gesamten Schöpfung.
Der Tawhid: die Einheit Allahs
Der zentrale Grundsatz des Islam ist der Tawhid, also der Glaube an die absolute Einheit und Einzigkeit Allahs.
Tawhid bedeutet, dass:
- Allah allein erschafft und versorgt;
- Allah allein über die Schöpfung herrscht;
- nur Allah angebetet werden darf;
- Seine Namen und Eigenschaften einzigartig sind.
Allah sagt in Sure Al-Ikhlas:
قُلْ هُوَ اللَّهُ أَحَدٌ اللَّهُ الصَّمَدُ
Sinngemäße Übersetzung: „Sprich: Er ist Allah, der Eine. Allah, der Absolute, von Dem alles abhängt.“
Quelle: Sure Al-Ikhlas, 112:1–2.
Diese kurze Sure fasst einen wesentlichen Teil des islamischen Gottesverständnisses zusammen.
Was ist Schirk?
Schirk bedeutet, Allah in der Anbetung einen Partner beizugesellen oder jemand anderem göttliche Rechte zuzuschreiben.
Dazu gehören beispielsweise:
- eine andere Gottheit neben Allah anzubeten;
- einen Verstorbenen um übernatürliche Hilfe anzurufen;
- einem Geschöpf unabhängige göttliche Macht zuzuschreiben;
- Opferhandlungen für jemand anderen als Allah zu verrichten;
- eine Form des Gottesdienstes einem anderen Wesen zu widmen.
Schirk widerspricht dem Tawhid und gehört zu den schwerwiegendsten Sünden im Islam.
Der Prophet Muhammad ﷺ
Muslime glauben, dass Muhammad ibn ʿAbdillah ﷺ der letzte Prophet und Gesandte Allahs ist.
Er wurde im 7. Jahrhundert in Mekka geboren und erhielt im Alter von etwa vierzig Jahren die erste Offenbarung.
Seine Aufgabe bestand darin:
- die Menschen zum Tawhid aufzurufen;
- den Koran zu übermitteln;
- den Gottesdienst zu erklären;
- guten Charakter vorzuleben;
- vor Ungerechtigkeit und Götzendienst zu warnen;
- die Botschaft der früheren Propheten zu bestätigen.
Allah sagt:
„Ihr habt im Gesandten Allahs ein schönes Vorbild für jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und Allah häufig gedenkt.“
Sure Al-Ahzab, 33:21
Beten Muslime Muhammad ﷺ an?
Nein. Muslime lieben, respektieren und folgen dem Propheten Muhammad ﷺ, aber sie beten ihn nicht an.
Anbetung gehört ausschließlich Allah.
Der Prophet ﷺ ist:
- Allahs Diener;
- Sein Gesandter;
- ein menschliches Vorbild;
- der Überbringer der Offenbarung.
Er besitzt keine unabhängige göttliche Macht und darf nicht anstelle Allahs angerufen werden.
Die Verbindung zu den früheren Propheten
Der Islam betrachtet Muhammad ﷺ nicht als Begründer einer völlig neuen Botschaft.
Muslime glauben, dass Allah bereits zuvor zahlreiche Propheten gesandt hat, darunter:
- Adam;
- Noah;
- Abraham;
- Moses;
- David;
- Salomo;
- Jesus;
- weitere bekannte und unbekannte Propheten.
Ihre grundlegende Botschaft war dieselbe: Allah allein anzubeten und Seiner Rechtleitung zu folgen.
Jesus im Islam
Jesus, auf Arabisch ʿIsa, besitzt im Islam eine hohe Stellung.
Muslime glauben:
- dass er ein bedeutender Prophet Allahs ist;
- dass er ohne menschlichen Vater geboren wurde;
- dass seine Mutter Maryam eine rechtschaffene Frau war;
- dass Allah ihm Zeichen und Wunder gewährte;
- dass er nicht göttlich ist;
- dass er nicht angebetet werden darf.
Der Islam ehrt Jesus, lehnt jedoch die Vorstellung ab, dass er Allah oder ein Teil einer göttlichen Dreieinigkeit sei.
Der Koran: das heilige Buch des Islam
Der Koran ist nach islamischem Glauben das Wort Allahs, das dem Propheten Muhammad ﷺ durch den Engel Dschibril offenbart wurde.
Die Offenbarung erfolgte über einen Zeitraum von ungefähr 23 Jahren.
Der Koran:
- besteht aus 114 Suren;
- wurde auf Arabisch offenbart;
- enthält Glaubensgrundlagen;
- erklärt Gottesdienst und Moral;
- erzählt von früheren Propheten;
- behandelt Recht, Familie und Gesellschaft;
- erinnert an Tod und Jenseits.
Allah sagt:
„Dieses Buch, an dem es keinen Zweifel gibt, ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen.“
Sure Al-Baqara, 2:2
Warum wird der Koran auf Arabisch gelesen?
Der Koran wurde auf Arabisch offenbart. Der arabische Originaltext gilt als der eigentliche Koran.
Übersetzungen geben die Bedeutung der Verse annähernd wieder, ersetzen jedoch nicht vollständig den arabischen Wortlaut.
Das Lernen der arabischen Sprache hilft dabei:
- die Rezitation zu verbessern;
- die Gebetsverse zu verstehen;
- sprachliche Nuancen wahrzunehmen;
- einen direkteren Zugang zum Koran zu erhalten.
Wer Arabisch schrittweise lernen möchte, kann unsere Online-Arabischkurse nutzen.
Für ein tieferes Verständnis der Offenbarung bietet sich außerdem an, Koranarabisch online zu lernen.
Was ist die Sunna?
Die Sunna bezeichnet die authentisch überlieferten Aussagen, Handlungen, Zustimmungen und Eigenschaften des Propheten Muhammad ﷺ.
Sie erklärt, wie der Koran praktisch umgesetzt wird.
Durch die Sunna lernen Muslime beispielsweise:
- wie das Gebet verrichtet wird;
- wie die Zakat berechnet wird;
- wie der Haddsch durchgeführt wird;
- wie man sich im Alltag verhält;
- wie Familienrechte umgesetzt werden;
- wie der Prophet ﷺ mit Menschen umging.
Der Unterschied zwischen Koran und Hadith
Der Koran ist Allahs offenbartes Wort.
Ein Hadith ist eine Überlieferung über den Propheten Muhammad ﷺ.
Hadithe besitzen unterschiedliche Grade der Zuverlässigkeit. Deshalb wurden sie von Gelehrten sorgfältig geprüft und in Kategorien eingeordnet.
Nicht jeder im Internet verbreitete Ausspruch ist ein authentischer Hadith.
Die fünf Säulen des Islam
Die fünf Säulen bilden die Grundlage der praktischen islamischen Lebensführung.
1. Die Schahada
Die Schahada ist das Glaubensbekenntnis:
أَشْهَدُ أَنْ لَا إِلَهَ إِلَّا اللَّهُ وَأَشْهَدُ أَنَّ مُحَمَّدًا رَسُولُ اللَّهِ
Umschrift: Ashhadu an lā ilāha illa-llāh, wa ashhadu anna Muhammadan rasūlu-llāh.
Bedeutung: „Ich bezeuge, dass niemand das Recht auf Anbetung besitzt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.“
Die Schahada fasst die beiden zentralen Grundlagen zusammen:
- die ausschließliche Anbetung Allahs;
- die Anerkennung des Propheten Muhammad ﷺ.
2. Das Gebet
Muslime verrichten täglich fünf Pflichtgebete:
- Fadschr vor Sonnenaufgang;
- Dhuhr am Mittag;
- ʿAsr am Nachmittag;
- Maghrib nach Sonnenuntergang;
- ʿIscha am Abend.
Das Gebet verbindet den Gläubigen regelmäßig mit Allah.
Es umfasst:
- Rezitation;
- Stehen;
- Verbeugung;
- Niederwerfung;
- Duʿā;
- Gedenken Allahs.
3. Die Zakat
Die Zakat ist eine verpflichtende Abgabe auf bestimmte Vermögensarten, wenn die bekannten Voraussetzungen erfüllt sind.
Sie dient:
- der Reinigung des Vermögens;
- der Unterstützung Bedürftiger;
- der sozialen Verantwortung;
- der Bekämpfung von Geiz;
- der Stärkung der Gemeinschaft.
Die Zakat ist nicht einfach ein beliebiger Prozentsatz des gesamten Einkommens. Ihre Berechnung hängt von Vermögensart, Nisab, Besitzdauer und weiteren Regeln ab.
4. Das Fasten im Ramadan
Im Monat Ramadan fasten Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang.
Sie verzichten auf:
- Essen;
- Trinken;
- ehelichen Geschlechtsverkehr;
- weitere Handlungen, die das Fasten ungültig machen.
Das Fasten soll Taqwa, Geduld und Selbstbeherrschung fördern.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Leitfaden über den Ramadan im Islam.
5. Der Haddsch
Der Haddsch ist die Pilgerfahrt nach Mekka.
Sie ist einmal im Leben verpflichtend für Muslime, die:
- körperlich dazu in der Lage sind;
- die finanziellen Mittel besitzen;
- eine sichere Reisemöglichkeit haben;
- die weiteren Voraussetzungen erfüllen.
Der Haddsch bringt Muslime unterschiedlicher Herkunft in gemeinsamer Anbetung zusammen.
Die sechs Glaubensgrundlagen
Neben den fünf Säulen gibt es sechs zentrale Glaubensgrundlagen.
1. Der Glaube an Allah
Der Muslim glaubt an Allahs Existenz, Einheit, Herrschaft, Namen und Eigenschaften.
2. Der Glaube an die Engel
Engel sind Geschöpfe Allahs, die Ihm gehorchen und bestimmte Aufgaben erfüllen.
Zu ihnen gehört Dschibril, der Engel der Offenbarung.
3. Der Glaube an die offenbarten Bücher
Muslime glauben, dass Allah früheren Propheten Schriften offenbarte, darunter:
- die Tora an Moses;
- die Psalmen an David;
- das Evangelium an Jesus;
- den Koran an Muhammad ﷺ.
Der Koran gilt als letzte und bewahrte Offenbarung.
4. Der Glaube an die Gesandten
Muslime glauben an alle Propheten und Gesandten, die Allah gesandt hat.
Sie dürfen keinen Propheten ablehnen, den Allah bestätigt hat.
5. Der Glaube an den Jüngsten Tag
Der Mensch wird auferweckt und für seine Taten zur Rechenschaft gezogen.
Der Glaube an das Jenseits stärkt Verantwortung, Hoffnung und Gottesfurcht.
6. Der Glaube an die Vorherbestimmung
Muslime glauben, dass Allah alles weiß und dass nichts außerhalb Seines Wissens und Willens geschieht.
Dies hebt die menschliche Verantwortung für bewusste Entscheidungen nicht auf.
Was ist Ihsan?
Ihsan bezeichnet die höchste Qualität des Gottesdienstes und des guten Handelns.
Der Prophet ﷺ erklärte Ihsan sinngemäß damit, Allah so anzubeten, als würde man Ihn sehen, und sich bewusst zu sein, dass Er den Menschen sieht.
Ihsan zeigt sich:
- in Aufrichtigkeit;
- in sorgfältigem Gebet;
- in gutem Charakter;
- in ehrlicher Arbeit;
- in Barmherzigkeit gegenüber Menschen;
- im verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung.
Ethik und Moral im Islam
Der Islam legt großen Wert auf guten Charakter.
Der Prophet Muhammad ﷺ sagte sinngemäß:
„Die Besten unter euch sind diejenigen mit dem besten Charakter.“
Überliefert bei Al-Bukhari
Zu den zentralen islamischen Werten gehören:
- Gerechtigkeit;
- Ehrlichkeit;
- Barmherzigkeit;
- Geduld;
- Bescheidenheit;
- Großzügigkeit;
- Treue;
- Vergebung;
- Verantwortung.
Gerechtigkeit im Islam
Gerechtigkeit gilt auch gegenüber Menschen, mit denen man Konflikte hat.
Der Islam verbietet:
- Unterdrückung;
- Betrug;
- Bestechung;
- falsche Zeugenaussagen;
- Diebstahl;
- Verleumdung;
- Missbrauch von Macht.
Religiöse Zugehörigkeit darf nicht als Rechtfertigung für Ungerechtigkeit verwendet werden.
Barmherzigkeit und Mitgefühl
Barmherzigkeit gehört zu den zentralen Eigenschaften muslimischen Verhaltens.
Sie richtet sich an:
- Eltern;
- Kinder;
- Ehepartner;
- Nachbarn;
- Arme;
- Kranke;
- Tiere;
- die gesamte Schöpfung.
Die Rechte der Eltern
Nach der Anbetung Allahs gehört die Güte gegenüber den Eltern zu den wichtigsten Pflichten.
Muslime sollen:
- respektvoll sprechen;
- helfen;
- geduldig sein;
- für ihre Eltern Duʿā machen;
- ihnen in erlaubten Dingen gehorchen.
Gehorsam gegenüber den Eltern gilt nicht, wenn sie eine Sünde verlangen.
Familie und Ehe im Islam
Die Familie besitzt im Islam eine hohe Bedeutung.
Die Ehe soll beruhen auf:
- gegenseitigem Respekt;
- Barmherzigkeit;
- Verantwortung;
- Treue;
- finanziellen und emotionalen Rechten;
- gemeinsamer Erziehung der Kinder.
Der Islam schützt sowohl die Rechte von Männern als auch von Frauen und Kindern.
Die Stellung der Frau im Islam
Frauen besitzen im Islam eine eigenständige religiöse und rechtliche Verantwortung.
Zu ihren Rechten gehören unter anderem:
- Besitz und Vermögen;
- Erbschaft nach den islamischen Regeln;
- Bildung;
- Zustimmung zur Ehe;
- die Brautgabe;
- respektvolle Behandlung;
- Schutz vor Ungerechtigkeit.
Kulturelle Missstände dürfen nicht automatisch dem Islam zugeschrieben werden.
Arbeit und wirtschaftliche Verantwortung
Der Islam erlaubt Handel, Arbeit und wirtschaftlichen Erfolg, solange erlaubte Grenzen eingehalten werden.
Verboten sind unter anderem:
- Betrug;
- Korruption;
- Ausbeutung;
- Diebstahl;
- bestimmte Formen von Zinsgeschäften;
- Handel mit eindeutig verbotenen Produkten.
Ein Muslim soll ehrlich arbeiten und seine Familie auf erlaubte Weise versorgen.
Halal und Haram
Halal bezeichnet das Erlaubte, während haram das Verbotene bezeichnet.
Diese Begriffe betreffen:
- Nahrung;
- Finanzen;
- Beziehungen;
- Kleidung;
- Gottesdienst;
- Verhalten.
Mehr über die Ernährung erfahren Sie in unserem Artikel über verbotene Lebensmittel im Islam.
Islam und Wissenschaft
Der Islam ermutigt den Menschen, über die Schöpfung nachzudenken und nützliches Wissen zu erwerben.
Der Koran ist jedoch kein naturwissenschaftliches Lehrbuch.
Er erwähnt Naturphänomene als Zeichen Allahs und als Einladung zur Reflexion.
Wissenschaftliche Erkenntnisse und religiöser Glaube müssen nicht grundsätzlich als Gegensätze betrachtet werden.
Ist der Islam eine arabische Religion?
Nein. Der Islam wurde zwar in Arabien offenbart und der Koran ist arabisch, doch seine Botschaft richtet sich an alle Menschen.
Muslime leben in nahezu allen Teilen der Welt und gehören zu unterschiedlichen:
- Völkern;
- Sprachen;
- Kulturen;
- gesellschaftlichen Gruppen.
Arabische Herkunft ist keine Voraussetzung, um Muslim zu sein.
Was bedeutet Umma?
Die weltweite Gemeinschaft der Muslime wird als Umma bezeichnet.
Sie verbindet Menschen durch:
- gemeinsamen Glauben;
- Gebet;
- Fasten;
- Qibla;
- ethische Verantwortung;
- gegenseitige Unterstützung.
Diese Gemeinschaft hebt nationale und kulturelle Unterschiede nicht vollständig auf, soll aber Brüderlichkeit und Zusammenarbeit fördern.
Gibt es verschiedene Rechtsschulen im Islam?
Im sunnitischen Islam entwickelten sich mehrere anerkannte Rechtsschulen, insbesondere:
- die hanafitische;
- die malikitische;
- die schafiitische;
- die hanbalitische Rechtsschule.
Sie stimmen in den grundlegenden Glaubensinhalten überein, können sich jedoch bei bestimmten praktischen Rechtsfragen unterscheiden.
Anerkannte Unterschiede sollten mit Respekt behandelt werden.
Wie wird man Muslim?
Ein Mensch wird Muslim, indem er den Islam aufrichtig annimmt und die Schahada mit Überzeugung ausspricht.
Die Schahada lautet:
أَشْهَدُ أَنْ لَا إِلَهَ إِلَّا اللَّهُ وَأَشْهَدُ أَنَّ مُحَمَّدًا رَسُولُ اللَّهِ
Die Person muss dabei verstehen und glauben, dass:
- Allah allein angebetet werden darf;
- Muhammad ﷺ Sein Gesandter ist;
- die Annahme freiwillig und aufrichtig erfolgt.
Eine besondere Zeremonie oder ein bestimmter Ort ist dafür nicht zwingend notwendig.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Leitfaden zum Übertritt zum Islam.
Muss ein neuer Muslim sofort alles wissen?
Nein. Islamisches Wissen wird schrittweise erworben.
Die ersten Prioritäten sind:
- Tawhid verstehen;
- das Glaubensbekenntnis lernen;
- die Gebetswaschung kennenlernen;
- das Gebet schrittweise erlernen;
- Al-Fatiha üben;
- grundlegende erlaubte und verbotene Handlungen kennenlernen.
Ein neuer Muslim sollte sich nicht durch zu viele Details überfordern.
Der Islam als umfassende Lebensweise
Der Islam verbindet Glauben, Gottesdienst und Alltag.
Ein Muslim versucht, Allah zu dienen:
- im Gebet;
- bei der Arbeit;
- in der Familie;
- im Umgang mit Geld;
- beim Lernen;
- im Verhalten gegenüber Menschen;
- in privaten und öffentlichen Angelegenheiten.
Eine gewöhnliche Handlung kann zur guten Tat werden, wenn sie erlaubt ist und mit einer aufrichtigen Absicht ausgeführt wird.
Freiheit und Verantwortung
Der Islam erkennt an, dass der Mensch Entscheidungen trifft und für seine bewussten Handlungen verantwortlich ist.
Religiöser Glaube darf nicht durch Zwang entstehen.
Der Mensch wird dazu eingeladen:
- nachzudenken;
- Fragen zu stellen;
- Beweise zu prüfen;
- die Wahrheit aufrichtig zu suchen;
- Verantwortung für seine Wahl zu übernehmen.
Islam und innerer Frieden
Der Begriff Islam besitzt eine sprachliche Verbindung zum Frieden.
Innerer Frieden entsteht jedoch nicht dadurch, dass ein Muslim niemals geprüft wird.
Er wächst durch:
- Vertrauen auf Allah;
- Gebet;
- Dhikr;
- Vergebung;
- Geduld;
- eine klare Lebensausrichtung;
- Hoffnung auf das Jenseits.
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Behandelte Themen können umfassen:
- Glaubensgrundlagen;
- Gebet und Reinigung;
- Fasten;
- islamischer Charakter;
- Familienrechte;
- Koran und Sunna;
- praktische Fragen des Alltags.
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Weitere Inhalte finden Sie in unserer Kategorie Islam und Kultur.
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Häufig gestellte Fragen über den Islam
Was ist der Islam einfach erklärt?
Der Islam ist der Glaube an Allah als einzigen Gott und die bewusste Lebensführung nach der Botschaft, die Er Seinen Propheten offenbart hat.
Was glauben Muslime?
Muslime glauben an Allah, die Engel, die offenbarten Bücher, die Gesandten, den Jüngsten Tag und die Vorherbestimmung.
Wer ist Allah?
Allah ist der einzige Schöpfer und Herr des Universums. Er besitzt keinen Partner und ist mit nichts in der Schöpfung vergleichbar.
Wer ist Muhammad ﷺ?
Muhammad ﷺ ist der letzte Prophet und Gesandte Allahs.
Was sind die fünf Säulen des Islam?
Die fünf Säulen sind Schahada, Gebet, Zakat, Fasten im Ramadan und Haddsch.
Was ist der Koran?
Der Koran ist Allahs offenbarte Botschaft an den Propheten Muhammad ﷺ und besteht aus 114 Suren.
Was bedeutet Tawhid?
Tawhid bedeutet, Allah als einzig und allein anbetungswürdig anzuerkennen.
Was ist die Sunna?
Die Sunna umfasst die authentisch überlieferten Aussagen, Handlungen und Zustimmungen des Propheten Muhammad ﷺ.
Beten Muslime die Kaaba an?
Nein. Muslime beten Allah an und richten sich beim Gebet in Richtung der Kaaba. Die Kaaba ist die gemeinsame Gebetsrichtung, aber kein Gegenstand der Anbetung.
Beten Muslime Muhammad ﷺ an?
Nein. Muslime folgen und lieben ihn als Propheten, richten ihre Anbetung aber ausschließlich an Allah.
Was ist der Unterschied zwischen Islam und Muslim?
Islam bezeichnet die Religion und Hingabe an Allah. Ein Muslim ist eine Person, die den Islam annimmt.
Ist der Islam nur für Araber?
Nein. Der Islam richtet sich an alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Sprache oder Hautfarbe.
Wie wird man Muslim?
Man nimmt den Islam aufrichtig an und spricht die Schahada mit Verständnis und Überzeugung aus.
Welche Rolle spielt Jesus im Islam?
Jesus ist ein bedeutender Prophet Allahs, aber nicht Gott und kein Gegenstand der Anbetung.
Was ist das Ziel des Lebens im Islam?
Das zentrale Ziel ist, Allah anzubeten, Gutes zu tun und sich auf die Rückkehr zu Ihm vorzubereiten.
Fazit: Der Islam verbindet Glauben, Gottesdienst und gutes Verhalten
Der Islam ist eine umfassende Lebensweise, die den Menschen in seiner Beziehung zu Allah, zu sich selbst und zur Gesellschaft leitet.
Seine Grundlagen sind:
- der Tawhid;
- die Botschaft des Propheten Muhammad ﷺ;
- der Koran und die Sunna;
- die fünf Säulen;
- die sechs Glaubensgrundlagen;
- guter Charakter;
- Verantwortung vor Allah.
Ein Muslim sucht Frieden nicht durch die uneingeschränkte Verfolgung seiner Wünsche, sondern durch bewusste Hingabe an Allah und durch ein Leben, das von Rechtleitung, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit geprägt ist.
Der Islam beantwortet grundlegende Fragen über den Ursprung des Menschen, den Sinn des Lebens, moralische Verantwortung und das Jenseits.
Wer den Islam kennenlernen möchte, sollte mit den Glaubensgrundlagen beginnen, den Koran studieren, zuverlässige Quellen nutzen und das Gelernte schrittweise im Alltag umsetzen.
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