In der arabischen Grammatik besitzen bestimmte Nomen besondere Endungen und Deklinationsregeln. Dazu gehören das maqṣūr-Nomen, das manqūṣ-Nomen und das mamdūd-Nomen.
Auf Arabisch heißen diese drei Kategorien:
- الِاسْمُ الْمَقْصُورُ – das maqṣūr-Nomen;
- الِاسْمُ الْمَنْقُوصُ – das manqūṣ-Nomen;
- الِاسْمُ الْمَمْدُودُ – das mamdūd-Nomen.
Diese Begriffe sind wichtig, um arabische Wörter richtig zu lesen, ihre Kasus zu bestimmen und ihre Formen im Dual oder Plural zu bilden.
Die Lektion eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Lernende, die ihre Kenntnisse im Hocharabischen, modernen Standardarabisch oder Koranarabischen vertiefen möchten.
Die schwachen Buchstaben im Arabischen
Im Arabischen werden drei Buchstaben als schwache Buchstaben bezeichnet:
- ا – Alif;
- و – Wāw;
- ي – Yāʾ.
Sie werden حُرُوفُ الْعِلَّةِ genannt. Diese Buchstaben können die Aussprache, Schreibweise, Konjugation und Deklination eines Wortes beeinflussen.
Das maqṣūr-Nomen endet mit einem Alif, während das manqūṣ-Nomen mit einem Yāʾ endet. Beim mamdūd-Nomen steht dagegen eine Hamza nach einem zusätzlichen langen Alif.
Warum besitzen diese Nomen besondere Kasusregeln?
Ein deklinierbares arabisches Nomen kann grundsätzlich in einem von drei Kasus stehen:
- Nominativ – الرَّفْعُ;
- Akkusativ – النَّصْبُ;
- Genitiv – الجَرُّ.
Die üblichen Kasuszeichen sind Damma, Fatha und Kasra. Bei Nomen mit einer schwachen Endung können diese Zeichen jedoch nicht immer sichtbar ausgesprochen oder geschrieben werden.
In solchen Fällen spricht man von einer angenommenen oder nicht sichtbaren Deklination:
إِعْرَابٌ تَقْدِيرِيٌّ
Das Kasuszeichen ist grammatisch vorhanden, erscheint aber nicht sichtbar am Wortende.
Vergleich: Maqṣūr, Manqūṣ und Mamdūd
| Typ | Arabische Bezeichnung | Endung | Beispiel | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Maqṣūr | اسْمٌ مَقْصُورٌ | festes Alif, meist ى, teilweise ا | مُصْطَفَى | Kasuszeichen in allen drei Kasus angenommen |
| Manqūṣ | اسْمٌ مَنْقُوصٌ | Yāʾ nach Kasra | الْقَاضِي | Yāʾ bleibt erhalten oder fällt je nach Form weg |
| Mamdūd | اسْمٌ مَمْدُودٌ | Hamza nach zusätzlichem Alif: ـَاء | صَحْرَاءُ | Hamza und Deklination hängen von der Wortbildung ab |
Das maqṣūr-Nomen – الِاسْمُ الْمَقْصُورُ
Ein maqṣūr-Nomen ist ein deklinierbares Nomen, das auf einem festen Alif endet. Der Buchstabe vor diesem Alif trägt eine Fatha.
Das abschließende Alif wird häufig als Alif maqṣūrah ى geschrieben. Es kann je nach Wort jedoch auch als stehendes Alif ا erscheinen.
Beispiele
- مُصْطَفَى – Muṣṭafā;
- مُرْتَضَى – Murtaḍā;
- سَلْمَى – Salmā;
- لَيْلَى – Laylā;
- مُوسَى – Mūsā;
- هُدًى – Rechtleitung;
- مَأْوًى – Zufluchtsort;
- الْمُسْتَشْفَى – das Krankenhaus;
- الْمَقْهَى – das Café;
- عَصًا – ein Stock.
Wie erkennt man ein maqṣūr-Nomen?
Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein:
- Das Wort gehört zur Kategorie des Nomens.
- Es ist grundsätzlich deklinierbar – اسْمٌ مُعْرَبٌ.
- Es endet auf einem festen Alif.
- Dem Alif geht eine Fatha voraus.
Nicht jedes Wort mit der Endung ى ist ein maqṣūr-Nomen.
- عَلَى ist eine Präposition und kein Nomen.
- يَسْعَى ist ein Verb.
- إِلَى ist ebenfalls eine Präposition.
Deklination des maqṣūr-Nomens
Beim maqṣūr-Nomen sind Damma, Fatha und Kasra wegen des abschließenden Alif nicht sichtbar. Die Kasuszeichen werden daher in allen drei Kasus angenommen.
| Kasus | Arabisches Beispiel | Übersetzung | Kasuszeichen |
|---|---|---|---|
| Nominativ | حَضَرَ مُرْتَضَى الِاجْتِمَاعَ | Murtaḍā nahm an der Versammlung teil. | angenommene Damma |
| Akkusativ | رَأَيْتُ مُرْتَضَى فِي الْمَدْرَسَةِ | Ich sah Murtaḍā in der Schule. | angenommene Fatha |
| Genitiv | ذَهَبْتُ مَعَ مُرْتَضَى إِلَى النَّادِي | Ich ging mit Murtaḍā zum Klub. | angenommene Kasra |
Die sichtbare Form von مُرْتَضَى bleibt unverändert. Sein grammatischer Kasus wird anhand seiner Funktion im Satz bestimmt.
Beispiele für maqṣūr-Nomen in Sätzen
| Arabisches Beispiel | Übersetzung | Maqṣūr-Nomen |
|---|---|---|
| نَامَتْ سَلْمَى مُبَكِّرَةً | Salmā schlief früh ein. | سَلْمَى |
| هَذِهِ أُخْتِي لَيْلَى | Das ist meine Schwester Laylā. | لَيْلَى |
| الْبَيْتُ مَأْوَى الْأُسْرَةِ | Das Haus ist der Zufluchtsort der Familie. | مَأْوَى |
| اسْمُ أَخِي مُوسَى | Mein Bruder heißt Mūsā. | مُوسَى |
Übersicht zum maqṣūr-Nomen
| Merkmal | Erklärung |
|---|---|
| Arabischer Name | الِاسْمُ الْمَقْصُورُ |
| Endung | Festes Alif, meist ى, teilweise ا |
| Vorausgehender Vokal | Fatha |
| Deklination | Angenommene Zeichen in allen drei Kasus |
| Grammatischer Begriff | إِعْرَابٌ تَقْدِيرِيٌّ |
Das manqūṣ-Nomen – الِاسْمُ الْمَنْقُوصُ
Ein manqūṣ-Nomen ist ein deklinierbares Nomen, das auf einem festen Yāʾ endet, dem unmittelbar eine Kasra vorausgeht.
Die typische Endung lautet:
ـِي
Beispiele
- قَاضٍ beziehungsweise الْقَاضِي – Richter;
- سَاعٍ beziehungsweise السَّاعِي – jemand, der sich bemüht;
- دَاعٍ beziehungsweise الدَّاعِي – Rufer;
- الرَّاعِي – Hirte;
- الْهَادِي – Führender.
Nicht jedes Wort, das auf ي endet, ist automatisch ein manqūṣ-Nomen. Entscheidend sind die nominale Kategorie, die Deklinierbarkeit und die Kasra unmittelbar vor dem Yāʾ.
Warum ist das manqūṣ-Nomen besonders?
Bei diesem Nomen verhalten sich die Kasuszeichen unterschiedlich:
- Die Damma im Nominativ wird angenommen.
- Die Kasra im Genitiv wird angenommen.
- Die Fatha im Akkusativ erscheint sichtbar.
- Das abschließende Yāʾ kann in bestimmten unbestimmten Formen wegfallen.
Deklination des bestimmten oder angefügten manqūṣ-Nomens
| Kasus | Arabisches Beispiel | Übersetzung | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Nominativ | جَاءَ قَاضِي الْمَدِينَةِ | Der Richter der Stadt kam. | Damma auf dem Yāʾ angenommen |
| Akkusativ | رَأَيْتُ قَاضِيَ الْمَدِينَةِ | Ich sah den Richter der Stadt. | sichtbare Fatha |
| Genitiv | مَرَرْتُ بِقَاضِي الْمَدِينَةِ | Ich ging am Richter der Stadt vorbei. | Kasra auf dem Yāʾ angenommen |
Wann bleibt das Yāʾ erhalten?
Das abschließende Yāʾ bleibt insbesondere in den folgenden Fällen erhalten.
Das Nomen ist mit ال bestimmt
جَاءَ الْقَاضِي
Der Richter kam.
Das Nomen steht als Muḍāf in einer Iḍāfa
جَاءَ قَاضِي الْمَدِينَةِ
Der Richter der Stadt kam.
Das unbestimmte Nomen steht im Akkusativ
رَأَيْتُ قَاضِيًا
Ich sah einen Richter.
Im Akkusativ bleibt das Yāʾ erhalten und das Wort erhält Fatḥatain.
Wann fällt das Yāʾ weg?
Das Yāʾ fällt weg, wenn das manqūṣ-Nomen gleichzeitig:
- unbestimmt ist;
- nicht als Muḍāf verwendet wird;
- im Nominativ oder Genitiv steht.
| Kasus | Form | Übersetzung | Erklärung |
|---|---|---|---|
| Nominativ | هَذَا قَاضٍ | Das ist ein Richter. | Das Yāʾ fällt weg; Kasratain bleibt als Hinweis. |
| Genitiv | مَرَرْتُ بِقَاضٍ | Ich ging an einem Richter vorbei. | Das Yāʾ fällt weg. |
| Akkusativ | رَأَيْتُ قَاضِيًا | Ich sah einen Richter. | Das Yāʾ bleibt erhalten. |
Übersicht zum manqūṣ-Nomen
| Form | Nominativ | Akkusativ | Genitiv |
|---|---|---|---|
| Mit ال | الْقَاضِي | الْقَاضِيَ | الْقَاضِي |
| Als Muḍāf | قَاضِي الْمَدِينَةِ | قَاضِيَ الْمَدِينَةِ | قَاضِي الْمَدِينَةِ |
| Unbestimmt und nicht angefügt | قَاضٍ | قَاضِيًا | قَاضٍ |
Das mamdūd-Nomen – الِاسْمُ الْمَمْدُودُ
Ein mamdūd-Nomen ist ein deklinierbares Nomen, das auf einer Hamza endet, der ein zusätzliches Alif vorausgeht.
Seine typische Endung lautet:
ـَاء
Entgegen einer verbreiteten Vereinfachung muss ein mamdūd-Nomen nicht zwingend im Singular stehen. Auch Pluralformen wie نِسَاءٌ, آبَاءٌ oder أَسْمَاءٌ besitzen formal die Endung eines mamdūd-Nomens.
Für viele Bildungsregeln ist jedoch entscheidend, ob das Wort Singular oder Plural ist und welchen Ursprung seine abschließende Hamza besitzt.
Beispiele für mamdūd-Nomen
| Wort | Transliteration | Bedeutung |
|---|---|---|
| صَحْرَاءُ | ṣaḥrāʾu | Wüste |
| بَيْضَاءُ | bayḍāʾu | weiß, feminin |
| حَسْنَاءُ | ḥasnāʾu | schöne Frau |
| خَضْرَاءُ | ḫaḍrāʾu | grün, feminin |
| بَنَّاءٌ | bannāʾun | Bauarbeiter |
| قَرَّاءٌ | qarrāʾun | Viel- oder professioneller Leser |
| دُعَاءٌ | duʿāʾun | Bittgebet |
| سَمَاءٌ | samāʾun | Himmel |
Arten der Hamza im mamdūd-Nomen
Die abschließende Hamza kann unterschiedlichen Ursprungs sein. Diese Unterscheidung ist besonders bei Dual- und Pluralbildungen wichtig.
1. Ursprüngliche Hamza
Die Hamza gehört zur Wortwurzel:
- قَرَّاءٌ;
- إِنْشَاءٌ.
2. In eine Hamza umgewandelter schwacher Buchstabe
Die Hamza geht auf ein ursprüngliches Wāw oder Yāʾ zurück:
- سَمَاءٌ;
- بِنَاءٌ.
3. Hamza als feminines Suffix
Die Hamza gehört zur Endung أَلِفُ التَّأْنِيثِ الْمَمْدُودَةُ:
- صَحْرَاءُ;
- حَمْرَاءُ;
- خَضْرَاءُ.
Deklination eines regelmäßig flektierten mamdūd-Nomens
Ist das mamdūd-Nomen triptotisch beziehungsweise vollständig deklinierbar, erscheinen die normalen Kasuszeichen auf der Hamza.
| Kasus | Arabisches Beispiel | Übersetzung | Kasuszeichen |
|---|---|---|---|
| Nominativ | هَذَا بَنَّاءٌ مَاهِرٌ | Das ist ein geschickter Bauarbeiter. | Dammatain |
| Akkusativ | رَأَيْتُ بَنَّاءً مَاهِرًا | Ich sah einen geschickten Bauarbeiter. | Fatḥatain |
| Genitiv | عَمِلْتُ مَعَ بَنَّاءٍ مَاهِرٍ | Ich arbeitete mit einem geschickten Bauarbeiter. | Kasratain |
Auch Wörter wie دُعَاءٌ und سَمَاءٌ sind grundsätzlich triptotisch, sofern kein anderer Grund für ein Diptoton vorliegt.
Das feminine mamdūd-Nomen als Diptoton
Endet ein Wort mit der verlängerten Femininendung أَلِفُ التَّأْنِيثِ الْمَمْدُودَةُ, ist es diptotisch:
صَحْرَاءُ – حَمْرَاءُ – بَيْضَاءُ
Ein solches Wort heißt:
مَمْنُوعٌ مِنَ الصَّرْفِ
Es erhält:
- eine Damma im Nominativ;
- eine Fatha im Akkusativ;
- eine Fatha im Genitiv, solange es unbestimmt und nicht als Muḍāf verwendet wird.
| Kasus | Beispiel | Übersetzung | Zeichen |
|---|---|---|---|
| Nominativ | هَذِهِ صَحْرَاءُ وَاسِعَةٌ | Dies ist eine weite Wüste. | Damma |
| Akkusativ | رَأَيْتُ صَحْرَاءَ وَاسِعَةً | Ich sah eine weite Wüste. | Fatha |
| Genitiv | سَافَرْتُ فِي صَحْرَاءَ وَاسِعَةٍ | Ich reiste durch eine weite Wüste. | Fatha |
Wann erhält das feminine mamdūd-Nomen im Genitiv eine Kasra?
Ein Diptoton erhält im Genitiv wieder eine Kasra, wenn es:
- mit dem bestimmten Artikel ال versehen ist;
- oder als Muḍāf in einer Iḍāfa steht.
| Situation | Arabisches Beispiel | Übersetzung | Zeichen |
|---|---|---|---|
| Mit bestimmtem Artikel | سَافَرْتُ فِي الصَّحْرَاءِ الْوَاسِعَةِ | Ich reiste durch die weite Wüste. | Kasra |
| Als Muḍāf | تَجَوَّلْتُ فِي صَحْرَاءِ السُّعُودِيَّةِ | Ich wanderte durch die Wüste Saudi-Arabiens. | Kasra |
Übersicht zum mamdūd-Nomen
| Typ | Beispiel | Nominativ | Akkusativ | Genitiv |
|---|---|---|---|---|
| Regulär deklinierbar | بَنَّاءٌ | Damma beziehungsweise Dammatain | Fatha beziehungsweise Fatḥatain | Kasra beziehungsweise Kasratain |
| Mit verlängerter Femininendung | صَحْرَاءُ | Damma | Fatha | Fatha |
| Diptoton mit ال oder als Muḍāf | الصَّحْرَاءِ | Damma | Fatha | Kasra |
Dualbildung beim maqṣūr-Nomen
Bei der Dualbildung wird das abschließende Alif in seinen ursprünglichen Buchstaben zurückgeführt oder in Yāʾ umgewandelt.
Beispiele:
| Singular | Dual im Nominativ | Dual im Akkusativ und Genitiv |
|---|---|---|
| فَتًى | فَتَيَانِ | فَتَيَيْنِ |
| عَصًا | عَصَوَانِ | عَصَوَيْنِ |
| مُصْطَفَى | مُصْطَفَيَانِ | مُصْطَفَيَيْنِ |
Dual und regulärer maskuliner Plural beim manqūṣ-Nomen
| Form | Nominativ | Akkusativ und Genitiv |
|---|---|---|
| Dual | قَاضِيَانِ | قَاضِيَيْنِ |
| Regulärer maskuliner Plural | قَاضُونَ | قَاضِينَ |
Bei der Bildung des regulären maskulinen Plurals fällt das Yāʾ des Stammes vor der Endung weg:
قَاضِي ← قَاضُونَ – قَاضِينَ
Dual und Plural beim mamdūd-Nomen
Die Form der Hamza hängt bei der Dual- und Pluralbildung von ihrem Ursprung ab.
Ursprüngliche Hamza
Eine ursprüngliche Hamza bleibt erhalten:
قَرَّاءٌ ← قَرَّاءَانِ
Hamza aus einem ursprünglichen Wāw oder Yāʾ
Je nach Wort kann die Hamza erhalten oder in ihren ursprünglichen Buchstaben zurückgeführt werden.
Hamza der verlängerten Femininendung
Die feminine Hamza wird bei der Dualbildung in Wāw umgewandelt:
صَحْرَاءُ ← صَحْرَاوَانِ
Diese fortgeschrittenen Bildungsregeln sollten mit einem Wörterbuch oder einer qualifizierten Lehrkraft geübt werden.
Die wichtigsten Unterschiede
| Frage | Maqṣūr | Manqūṣ | Mamdūd |
|---|---|---|---|
| Wie endet das Wort? | Mit einem festen Alif | Mit Yāʾ nach Kasra | Mit Hamza nach zusätzlichem Alif |
| Sind die Kasuszeichen sichtbar? | Nein, in allen drei Kasus angenommen | Damma und Kasra angenommen, Fatha sichtbar | Grundsätzlich sichtbar |
| Beispiel | مُوسَى | الْقَاضِي | صَحْرَاءُ |
| Besondere Schwierigkeit | Angenommene Deklination | Erhalt oder Wegfall des Yāʾ | Ursprung der Hamza und mögliche Diptota |
Häufige Fehler
- jedes Wort mit der Endung ى als maqṣūr-Nomen zu behandeln;
- zu vergessen, dass ein maqṣūr-Nomen auch auf einem stehenden Alif enden kann;
- sichtbare Kasusendungen an ein maqṣūr-Nomen anzufügen;
- das Yāʾ eines bestimmten manqūṣ-Nomens zu entfernen;
- das Yāʾ eines unbestimmten manqūṣ-Nomens im Akkusativ wegzulassen;
- bei قَاضٍ das Kasratain fälschlich als gewöhnliche Genitivendung zu analysieren;
- anzunehmen, dass jedes Wort auf ـاء ein feminines Diptoton sei;
- das mamdūd-Nomen fälschlich auf Singularformen zu beschränken;
- bei einem femininen Diptoton im Genitiv ohne ال oder Iḍāfa eine Kasra zu verwenden;
- die Herkunft der Hamza bei Dual- und Pluralbildungen nicht zu beachten;
- angenommene und sichtbare Deklination miteinander zu verwechseln.
Warum sind diese Kategorien wichtig?
Maqṣūr-, manqūṣ- und mamdūd-Nomen helfen dabei, die innere Logik der arabischen Formenlehre zu verstehen.
Die Regeln sind nützlich, um:
- arabische Texte korrekt zu lesen;
- Kasus und Satzfunktionen zu bestimmen;
- die arabische Deklination zu verstehen;
- Hocharabisch und modernes Standardarabisch sicherer anzuwenden;
- klassische und koranische Texte genauer zu analysieren;
- Dual- und Pluralformen korrekt zu bilden;
- fortgeschrittene Themen wie Iʿrāb, Iḍāfa und Diptota vorzubereiten.
Wie kann man die drei Kategorien leicht unterscheiden?
| Kategorie | Merkhilfe | Beispiel |
|---|---|---|
| Maqṣūr | Endet auf einem festen Alif | مُوسَى |
| Manqūṣ | Endet auf Yāʾ nach Kasra | الْقَاضِي |
| Mamdūd | Endet auf Hamza nach zusätzlichem Alif | صَحْرَاءُ |
Eine wirkungsvolle Lernmethode besteht darin, die Endungen zunächst visuell zu erkennen und anschließend den Kasus jedes Wortes in kurzen Sätzen zu bestimmen.
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Diese Regeln werden leichter verständlich, wenn sie schrittweise erklärt und anhand vokalisierter Beispiele geübt werden.
Eine qualifizierte Arabischlehrkraft kann Ihnen helfen:
- die drei Nominaltypen sicher zu erkennen;
- sichtbare und angenommene Kasuszeichen zu unterscheiden;
- den Wegfall des Yāʾ richtig anzuwenden;
- Diptota korrekt zu deklinieren;
- Dual- und Pluralformen zu bilden;
- die grammatische Funktion eines Wortes im Satz zu analysieren.
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FAQ: Maqṣūr, Manqūṣ und Mamdūd
Was ist ein maqṣūr-Nomen?
Ein maqṣūr-Nomen ist ein deklinierbares Nomen, das auf einem festen Alif endet, dem eine Fatha vorausgeht, beispielsweise مُوسَى, فَتًى oder عَصًا.
Warum sind seine Kasuszeichen nicht sichtbar?
Weil Damma, Fatha und Kasra nicht auf dem abschließenden Alif erscheinen können. Die Kasuszeichen werden deshalb grammatisch angenommen.
Was ist ein manqūṣ-Nomen?
Ein manqūṣ-Nomen ist ein deklinierbares Nomen, das auf einem Yāʾ endet, dem eine Kasra vorausgeht, beispielsweise الْقَاضِي.
Wann fällt das Yāʾ beim manqūṣ-Nomen weg?
Es fällt weg, wenn das Nomen unbestimmt, nicht angefügt und im Nominativ oder Genitiv steht, wie in قَاضٍ.
Wann bleibt das Yāʾ erhalten?
Es bleibt erhalten, wenn das Nomen mit ال bestimmt ist, als Muḍāf verwendet wird oder im unbestimmten Akkusativ steht.
Was ist ein mamdūd-Nomen?
Ein mamdūd-Nomen endet auf einer Hamza, der ein zusätzliches langes Alif vorausgeht, beispielsweise صَحْرَاءُ, سَمَاءٌ oder بَنَّاءٌ.
Muss ein mamdūd-Nomen im Singular stehen?
Nein. Auch Wörter wie نِسَاءٌ und آبَاءٌ besitzen formal eine mamdūd-Endung. Singular und Plural müssen jedoch bei den Bildungsregeln getrennt betrachtet werden.
Ist jedes mamdūd-Nomen diptotisch?
Nein. Wörter wie بَنَّاءٌ, دُعَاءٌ und سَمَاءٌ sind grundsätzlich regulär deklinierbar. Wörter mit der verlängerten Femininendung, etwa صَحْرَاءُ, sind dagegen diptotisch.
Wann erhält ein feminines Diptoton im Genitiv eine Kasra?
Wenn es mit dem bestimmten Artikel ال versehen ist oder als Muḍāf in einer Iḍāfa steht.
Fazit
Maqṣūr, manqūṣ und mamdūd sind drei wichtige Kategorien arabischer Nomen:
- Das maqṣūr-Nomen endet auf einem festen Alif und besitzt in allen drei Kasus angenommene Zeichen.
- Das manqūṣ-Nomen endet auf einem Yāʾ nach Kasra. Damma und Kasra sind angenommen, während die Fatha sichtbar erscheint.
- Das mamdūd-Nomen endet auf einer Hamza nach einem zusätzlichen Alif. Seine Deklination hängt unter anderem von der Wortbildung und dem Ursprung der Hamza ab.
Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen regulär deklinierbaren mamdūd-Nomen und Wörtern mit der verlängerten Femininendung, die diptotisch sind.
Mit regelmäßigen Übungen, vokalisierten Beispielen und fachlicher Korrektur können Lernende diese Nominaltypen sicher erkennen, deklinieren und in arabischen Sätzen richtig verwenden.
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