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Die tägliche Routine eines Muslims: Dhikr, Adhkār und Istighfār

28. Januar 2026 – Al-Dirassa Institut

Geöffneter Koran an einem ruhigen Ort für Dhikr

Der Muslim wurde nicht dazu erschaffen, ohne das Gedenken an Allah zu leben. Im Gegenteil: Der Dhikr, die täglichen Adhkār und der Istighfār bilden das lebendige Herz des Glaubens und die dauerhafte Verbindung zwischen dem Diener und seinem Herrn.

In einer Welt voller Ablenkung, Unruhe und Vergesslichkeit beruht die tägliche Routine eines Muslims auf einem einfachen, aber grundlegenden Prinzip: Allah regelmäßig, aufrichtig und beständig zu gedenken.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihren Tag rund um den Dhikr, die Adhkār am Morgen und Abend, die Bittgebete nach dem Gebet, den Istighfār und die Bittgebete vor dem Schlafengehen gestalten können, ohne die Religion zu einer Belastung zu machen.

Damit Sie diese Routine leichter in Ihren Alltag integrieren können, bietet Al-Dirassa auch verschiedene Hilfsmittel und Kurse an, mit denen Sie den Islam Schritt für Schritt lernen können.

Das Wichtigste über die tägliche Routine eines Muslims

Die spirituelle Routine eines Muslims beruht nicht auf einer übermäßigen Menge an Handlungen, sondern auf Beständigkeit. Sie hilft dabei, den Tag unter dem Schutz Allahs zu beginnen, die Verbindung zu Ihm während der täglichen Beschäftigungen aufrechtzuerhalten, das Herz durch Istighfār zu reinigen und den Tag im Gedenken an Allah zu beenden.

Eine einfache Routine kann Folgendes umfassen:

  • die Adhkār am Morgen;
  • einige tägliche Bittgebete;
  • die Adhkār nach den Pflichtgebeten;
  • Istighfār während des Tages;
  • die Adhkār am Abend;
  • die Bittgebete vor dem Schlafengehen;
  • das Lesen oder Anhören des Korans;
  • Salāt für den Propheten ﷺ.

Am wichtigsten ist es, mit einer realistischen Routine zu beginnen und sich anschließend schrittweise zu steigern.

Was bedeutet Dhikr im Islam?

Das Wort Dhikr bedeutet Erinnerung oder Gedenken. Im Islam bezeichnet es jede Form des Gedenkens an Allah, sei es mit der Zunge, mit dem Herzen oder durch Taten.

Zum Dhikr gehören unter anderem:

  • das Lesen des Korans;
  • die Verherrlichung Allahs: Subḥānallāh;
  • das Lob Allahs: Al-ḥamdu liLlāh;
  • das Bekenntnis zur Einheit Allahs: Lā ilāha illa Llāh;
  • das Aussprechen der Größe Allahs: Allāhu akbar;
  • die Bitte um Vergebung: Astaghfiru Llāh;
  • das Sprechen des Segens über den Propheten ﷺ.

Allah sagt im Koran:

Übersetzung: O ihr, die ihr glaubt! Gedenkt Allahs in häufigem Gedenken.

Quelle: Sure Al-Aḥzāb, 33:41.

Dieser Vers zeigt, dass das Gedenken an Allah keine seltene oder außergewöhnliche Handlung sein sollte. Es soll das gesamte Leben des Gläubigen begleiten.

Der Unterschied zwischen Dhikr, Adhkār und Istighfār

Um eine ausgeglichene spirituelle Routine aufzubauen, ist es hilfreich, drei Begriffe zu unterscheiden, die eng miteinander verbunden sind.

Dhikr

Dhikr ist der allgemeine Begriff. Er bezeichnet jede Form des Gedenkens an Allah, unabhängig vom Zeitpunkt: Lobpreisung, Verherrlichung, Koranrezitation, Bitte um Vergebung oder Bittgebet.

Adhkār

Adhkār sind bestimmte Formeln des Gedenkens, die häufig mit bestimmten Zeiten oder Situationen verbunden sind:

  • am Morgen;
  • am Abend;
  • nach den Pflichtgebeten;
  • vor dem Schlafengehen;
  • beim Betreten oder Verlassen des Hauses;
  • in Situationen der Angst, der Schwierigkeit oder der Dankbarkeit.

Istighfār

Istighfār bedeutet, Allah um Vergebung zu bitten. Er gehört zum Dhikr und ist ein wichtiges Mittel, um das Herz zu reinigen, zu Allah zurückzukehren und in schwierigen Zeiten Erleichterung zu finden.

Diese drei Elemente bilden gemeinsam die Grundlage der spirituellen Routine eines praktizierenden Muslims.

Warum ist der Dhikr im Leben eines Gläubigen so wichtig?

Der Dhikr ist keine nebensächliche Handlung. Er stärkt das Herz, erinnert den Gläubigen an den Sinn seines Lebens und hilft ihm, sowohl in guten als auch in schwierigen Zeiten mit Allah verbunden zu bleiben.

Das Gedenken an Allah hilft dabei:

  • das Herz zu beruhigen;
  • den Glauben zu stärken;
  • Unachtsamkeit zu vermeiden;
  • schlechten Gedanken zu widerstehen;
  • nach einem Fehler zu Allah zurückzukehren;
  • das Leben aus einer spirituellen Perspektive zu betrachten;
  • den Tag und die Nacht unter Schutz zu stellen.

Allah sagt:

Übersetzung: Sicherlich, im Gedenken Allahs finden die Herzen Ruhe.

Quelle: Sure Ar-Raʿd, 13:28.

Diese Ruhe bedeutet nicht, dass es im Leben keine Prüfungen mehr gibt. Sie schenkt dem Gläubigen jedoch eine innere Stabilität, durch die er Schwierigkeiten mit mehr Glauben und Vertrauen bewältigen kann.

Die Adhkār am Morgen: den Tag unter Allahs Schutz beginnen

Der Morgen ist ein entscheidender Moment. Der Gläubige fasst seine Absichten, beginnt seinen Tag und bittet Allah um Schutz, Rechtleitung und Baraka.

Die Adhkār am Morgen helfen dabei:

  • den Tag Allah anzuvertrauen;
  • um Schutz vor sichtbarem und unsichtbarem Übel zu bitten;
  • den Glauben zu erneuern;
  • den Tag mit Dankbarkeit zu beginnen;
  • sich vor Unachtsamkeit zu schützen.

Die vollständigen Formeln auf Arabisch, in Lautschrift und mit Übersetzung finden Sie in unserem ausführlichen Artikel über die Adhkār am Morgen im Islam.

Tägliche Bittgebete: auch bei einfachen Handlungen mit Allah verbunden bleiben

Zwischen den festen Zeiten des Gedenkens kann der Muslim Allah auch bei gewöhnlichen Handlungen erwähnen: beim Aufwachen, beim Essen, beim Verlassen oder Betreten des Hauses, beim Beginn einer Aufgabe, in schwierigen Situationen oder vor dem Schlafengehen.

Diese täglichen Bittgebete verwandeln alltägliche Gewohnheiten in Gelegenheiten, Allah zu gedenken.

Eine praktische Liste mit Duʿā für verschiedene Tageszeiten finden Sie in unserem Artikel über die täglichen Bittgebete im Islam.

Nach den Gebeten: die Verbindung zu Allah festigen

Die Pflichtgebete bilden die Säulen des Tages eines Muslims. Die Zeit unmittelbar nach dem Gebet eignet sich besonders gut für den Dhikr.

Nach dem Gebet kann der Gläubige unter anderem Folgendes sprechen:

  • Astaghfiru Llāh;
  • Subḥānallāh;
  • Al-ḥamdu liLlāh;
  • Allāhu akbar;
  • Bittgebete um Schutz und Dankbarkeit.

Diese Adhkār verlängern die innere Sammlung nach dem Gebet und helfen dabei, die spirituelle Verbindung zwischen zwei Gebeten aufrechtzuerhalten.

Istighfār: Allah jeden Tag um Vergebung bitten

Istighfār bedeutet, Allah um Vergebung zu bitten. Er betrifft nicht nur große Sünden, sondern gehört zur täglichen Reinigung des Herzens.

Der Gläubige kann sagen:

أَسْتَغْفِرُ اللَّهَ

Lautschrift: Astaghfiru Llāh.

Übersetzung: Ich bitte Allah um Vergebung.

Istighfār hilft dabei:

  • nach einem Fehler zu Allah zurückzukehren;
  • das Herz zu reinigen;
  • Unachtsamkeit zu bekämpfen;
  • Demut zu entwickeln;
  • die Barmherzigkeit Allahs zu suchen;
  • das spirituelle Bewusstsein zu stärken.

Der Prophet ﷺ bat Allah sehr häufig um Vergebung. Dies zeigt, dass Istighfār nicht nur für Menschen bestimmt ist, die sich von der Religion entfernt haben. Er gehört zum täglichen Leben jedes Gläubigen.

Die Adhkār am Abend: den Tag unter Allahs Schutz beenden

Der Abend ist eine Zeit der Rückschau, der Dankbarkeit und des Schutzes. Der Gläubige dankt Allah für die erhaltenen Wohltaten, bittet um Vergebung für seine Versäumnisse und sucht Schutz für die Nacht.

Zu den Adhkār am Abend gehören unter anderem:

  • Āyat al-Kursī;
  • die Suren Al-Ikhlāṣ, Al-Falaq und An-Nās;
  • Bittgebete um Schutz;
  • Bitten um Vergebung;
  • Formeln, die das Vertrauen auf Allah ausdrücken.

Die vollständigen Bittgebete für den Abend und vor dem Schlafengehen finden Sie in unserem Artikel über die Bittgebete am Abend und vor dem Schlafengehen.

Vor dem Schlafengehen: die Seele Allah anvertrauen

Der Schlaf erinnert den Gläubigen daran, dass er vollständig von Allah abhängig ist. Vor dem Schlafengehen kann der Muslim Bittgebete sprechen, die sein Vertrauen, die Übergabe seiner Seele und seine Bitte um Schutz ausdrücken.

Ein kurzes Bittgebet vor dem Schlafengehen lautet:

بِاسْمِكَ اللَّهُمَّ أَمُوتُ وَأَحْيَا

Lautschrift: Bismika Allāhumma amūtu wa aḥyā.

Übersetzung: In Deinem Namen, o Allah, sterbe ich und lebe ich.

Der Gläubige kann außerdem die Schutzsuren lesen und den Tag mit Dhikr beenden.

Wie lässt sich eine einfache spirituelle Routine aufbauen?

Eine spirituelle Routine aufzubauen bedeutet nicht, sofort alles umsetzen zu müssen. Die Sunna lehrt uns Beständigkeit, selbst bei einfachen Taten.

Eine realistische Routine kann folgendermaßen beginnen:

  • die Adhkār am Morgen nach dem Fajr-Gebet;
  • ein kurzes Bittgebet vor den Mahlzeiten;
  • einige Minuten Koranlesen während des Tages;
  • regelmäßiger Istighfār;
  • Dhikr nach den Gebeten;
  • die Adhkār am Abend;
  • ein Bittgebet vor dem Schlafengehen.

Es ist besser, während des gesamten Jahres eine kurze Routine beizubehalten, als eine sehr lange Routine nach wenigen Tagen wieder aufzugeben.

Häufige Fehler, die vermieden werden sollten

Auch bei einer einfachen Routine können bestimmte Fehler ihren Nutzen verringern.

Die Beständigkeit vernachlässigen

Die anfängliche Begeisterung kann zu einer sehr intensiven, aber kurzen Praxis führen. Beständigkeit ist jedoch wichtiger als eine große Menge an Taten, die schnell wieder aufgegeben wird.

Dhikr mechanisch und ohne Verständnis sprechen

Dhikr bleibt eine gute Tat. Seine Wirkung auf das Herz ist jedoch stärker, wenn er mit Aufmerksamkeit, Verständnis und Aufrichtigkeit gesprochen wird.

Dhikr nur in schwierigen Zeiten praktizieren

Das Gedenken an Allah sollte nicht nur auf Zeiten der Not beschränkt werden. Es ist ein Schutz vor der Prüfung und nicht nur ein Zufluchtsort nach ihrem Eintreten.

Alles zu schnell auswendig lernen wollen

Eine Routine wird schrittweise aufgebaut. Wer klein beginnt, kann häufig länger beständig bleiben.

Arabisch lernen, um Dhikr und Adhkār besser zu verstehen

Am Anfang kann es hilfreich sein, Bittgebete in Lautschrift zu lesen. Wer jedoch Arabisch lernt, kann die Formeln des Gedenkens besser aussprechen, verstehen und bewusster erleben.

Um Schritt für Schritt Fortschritte zu machen, können Sie unsere Angebote nutzen und Arabisch online lernen.

Das Erlernen des Koranarabischen hilft außerdem dabei, häufig vorkommende Wörter aus dem Koran, den Adhkār und den prophetischen Bittgebeten zu verstehen.

Den Koran und den Islam mit einer klaren Methode lernen

Die tägliche Routine eines Muslims wird gefestigt, wenn sie auf einem schrittweisen Verständnis des Glaubens, des Gebets, des Korans und der Bittgebete beruht.

Um Ihre Rezitation und Ihre Verbindung zum Buch Allahs zu verbessern, können Sie unsere Online-Korankurse und unsere Online-Tajwid-Kurse besuchen.

Auch Kinder können die Grundlagen des Glaubens, kurze Bittgebete und islamische Werte in unserem Islamunterricht für Kinder erlernen.

Weitere Inhalte über Dhikr, Bittgebete und das muslimische Leben finden Sie in unserer Rubrik Islam und Kultur.

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FAQ – Muslimische Routine, Dhikr und Istighfār

Was ist der Unterschied zwischen Dhikr und Adhkār?

Dhikr ist der allgemeine Begriff für das Gedenken an Allah. Adhkār sind bestimmte Formeln des Gedenkens, die häufig mit bestimmten Zeiten verbunden sind, zum Beispiel morgens, abends, nach dem Gebet oder vor dem Schlafengehen.

Mit welcher einfachen spirituellen Routine kann man beginnen?

Man kann mit den Adhkār am Morgen, einigen täglichen Bittgebeten, dem Dhikr nach den Gebeten, Istighfār während des Tages und einem Bittgebet vor dem Schlafengehen beginnen.

Wann werden die Adhkār am Morgen gesprochen?

Der bekannteste Zeitpunkt ist nach dem Fajr-Gebet zu Beginn des Tages. Entscheidend ist, sie regelmäßig in die morgendliche Routine zu integrieren.

Wann werden die Adhkār am Abend gesprochen?

Die Adhkār am Abend werden gegen Ende des Tages gesprochen, üblicherweise vom späten Nachmittag bis zum Beginn der Nacht.

Wie oft sollte man täglich Istighfār sprechen?

Es gibt keine einzige verpflichtende Anzahl, die für alle Menschen gilt. Am besten ist es, regelmäßig damit zu beginnen, selbst wenn es nur wenige Wiederholungen sind, und die Anzahl entsprechend den eigenen Möglichkeiten schrittweise zu erhöhen.

Ersetzt Dhikr die eigenen Bemühungen und notwendigen Maßnahmen?

Nein. Der Muslim verbindet das Gedenken an Allah und das Vertrauen auf Ihn mit erlaubten und notwendigen Maßnahmen wie Arbeit, Behandlung, Lernen, Organisation und persönlicher Verantwortung.

Wie kann man bei seiner Routine beständig bleiben?

Man sollte klein anfangen, feste Zeiten auswählen, sich nicht überfordern und die Routine mit bereits bestehenden Gewohnheiten verbinden, beispielsweise mit den Gebeten, den Mahlzeiten oder dem Schlafengehen.

Fazit: Dhikr als lebendiges Herz des Glaubens

Die tägliche Routine eines Muslims beruht nicht auf der Anhäufung möglichst vieler Taten, sondern auf der Beständigkeit im Gedenken an Allah. Nicht allein die Menge verändert das Herz, sondern vor allem Regelmäßigkeit, Aufrichtigkeit und innere Aufmerksamkeit.

Dhikr, Adhkār und Istighfār sind keine nebensächlichen Praktiken. Sie sind eine Quelle der inneren Ruhe, des Schutzes, der Reinigung und der Nähe zu Allah.

Wer bereits heute mit wenigen, aber regelmäßigen Handlungen beginnt, kann die Art und Weise verändern, wie er seinen gesamten Tag erlebt. Wer am Gedenken an Allah festhält, sieht, wie sein Herz erhellt wird, seine Prüfungen leichter werden und sein Glaube Tag für Tag stärker wird.

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Erfahrungsberichte

Unsere Teilnehmer berichten über ihre Erfahrungen

Entdecken Sie die Erfahrungen unserer Teilnehmer, die sich für das Al-Dirassa Institut entschieden haben und ihre Lernerfolge mit uns teilen.

anthonny prost

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Très bien
5/5

Anonyme

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Alhamdoulilah, après quelques séances seulement il y a une nette amélioration dans ma lecture du Coran.
5/5

Isabelle K.

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Très bons cours je suis avec une professeure qui peut m’expliquer si je ne comprends pas je peux m’exprimer en arabe et me faire corriger en cas de fautes c’est interactif j’avance à mon allure
5/5

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Salam alaykum, les cours de tajwid se passent bien pour l'instant al hamdullilah.
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Lakbira

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Sarietou Dieng

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Good!
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Silo Traore

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Macha allah
5/5