Einleitung
Heute sind wir bei der letzten Tajwid-Lektion unseres Kurses zur korrekten Rezitation des Heiligen Korans angekommen.
In rund zwanzig Tajwid-Lektionen haben wir verschiedene Regeln behandelt und wichtige arabische Fachbegriffe eingeführt, die ins Deutsche übersetzt und erklärt wurden.
Nachfolgend finden Sie ein Glossar mit den meisten Begriffen, die in diesen Tajwid-Regeln verwendet wurden. Es kann Ihnen helfen, wenn eine bestimmte Regel oder ein Fachbegriff noch unklar ist.
Glossar
Anhalten – وَقْفٌ: Dabei wird die Rezitation am Ende eines koranischen Wortes unterbrochen und der Atem angehalten.
Bestimmter Artikel – ال: Er wird aus den beiden vorangestellten Buchstaben ال gebildet und vor ein Nomen gesetzt. Im Deutschen entspricht er je nach Kontext „der“, „die“ oder „das“.
Assimilation – الإِدْغام: Dabei wird ein Buchstabe bei der Aussprache in einen anderen Buchstaben eingefügt oder mit ihm verschmolzen.
Basmala – البَسْمَلةُ: Die Formel „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen“.
Eigenschaft – صِفَة: Sie beschreibt, wie ein arabischer Buchstabe ausgesprochen wird. Die Eigenschaften sorgen dafür, dass jeder Buchstabe seinen eigenen, unverwechselbaren Klang erhält.
Umwandlung – الإِقْلاب: Dabei wird der Klang von Nūn Sākin نْ oder Tanwīn vor dem Buchstaben Bāʾ in einen verborgenen Mīm-Klang م umgewandelt.
Schadda – شَدَّة: Sie zeigt die Verdopplung eines arabischen Buchstabens an und wird durch das Zeichen ـّ über dem Buchstaben dargestellt.
Ḍamma – الضَمَّةُ: Ein kurzer arabischer Vokal, der über dem Konsonanten geschrieben wird. Er entspricht einem kurzen „u“-Laut, dauert eine Zähleinheit und wird mit ُ dargestellt.
Verbergung – الإِخْفاء: Dabei wird der Klang von Nūn Sākin نْ, Tanwīn oder Mīm م je nach Regel teilweise verborgen ausgesprochen.
Fatḥa – الفَتْحَة: Ein kurzer arabischer Vokal, der über dem Konsonanten geschrieben wird. Er entspricht einem kurzen „a“-Laut, dauert eine Zähleinheit und wird mit ـَ dargestellt.
Ḥadr – حَدْرٌ: Eine zügige, flüssige Rezitationsweise des Heiligen Korans unter Einhaltung der Tajwid-Regeln.
Bittgebet – دُعاء: Dabei bittet und ruft der Gläubige Allah allein an, um Ihn anzubeten und sich Ihm zu nähern.
Kasra – كَسْرة: Ein kurzer arabischer Vokal, der unter dem Konsonanten geschrieben wird. Er entspricht einem kurzen „i“-Laut, dauert eine Zähleinheit und wird mit ـِ dargestellt.
Verbindung – وَصْلٌ: Das Gegenteil des Anhaltens. Dabei werden Wörter oder Verse ohne Unterbrechung miteinander verbunden.
Nasalierung – غُنَّة: Ein über den Nasenraum erzeugter Klang, bei dem die Zunge nicht aktiv beteiligt ist. Er dauert in der Regel zwei Zähleinheiten und betrifft hauptsächlich die Buchstaben Nūn ن und Mīm م.
Artikulationsort – مَخْرَجٌ: Die Stelle im Mund-, Rachen- oder Lippenbereich, an der der Klang eines arabischen Buchstabens gebildet wird.
Dehnung – المَدُّ: Die Verlängerung eines Vokallautes nach festgelegten Tajwid-Regeln.
Klare Aussprache – إِظْهَار: Dabei wird ein Buchstabe deutlich ausgesprochen, ohne ihn mit dem folgenden Buchstaben zu verschmelzen oder zu verbergen.
Fehlerhafte Aussprache – لَحْنٌ: Eine fehlerhafte Aussprache eines Buchstabens, Wortes oder einer Rezitationsregel.
Niederwerfung – سَجْدَة: Die Niederwerfung bei der Rezitation bestimmter Verse des Heiligen Korans.
Zufluchtsformel – تَعَوُّذٌ: Eine Formel, die vor der Koranrezitation gesprochen wird, um bei Allah Schutz vor dem verfluchten Satan zu suchen.
Sukūn – سُكون: Das Fehlen eines Vokals auf einem arabischen Buchstaben.
Tadwīr – تَدْوير: Eine mittlere Rezitationsgeschwindigkeit zwischen Taḥqīq und Ḥadr.
Taḥqīq – تَحْقيق: Eine langsame und besonders präzise Rezitation des Heiligen Korans.
Tajwid – تَجْويد: Wörtlich bedeutet es verbessern oder vervollkommnen. Im Koran bezeichnet Tajwid die korrekte Aussprache der Buchstaben und Wörter sowie die Einhaltung der Rezitationsregeln.
Tanwīn – تَنْوين: Ein doppeltes Vokalzeichen am Ende eines unbestimmten Nomens, das einen zusätzlichen n-Laut erzeugt.
Tartīl – تَرْتيل: Eine ruhige, klare und rhythmische Rezitation des Heiligen Korans.
Vokalzeichen – حَرَكَة: Im Arabischen gibt es drei kurze Grundvokale: Fatḥa, Kasra und Ḍamma. Daneben existieren lange Vokale, die mit Dehnungsbuchstaben gebildet werden.
Buchen Sie Ihre kostenlose 30-minütige Probestunde
Anmeldeformular
Keine Kommentare
Noch keine Kommentare.